Butter bei die Fische!

Eine Skizze von einer Forelle, einem der liebsten Speisefische der Deutschen.

Die Forelle zählt zu den beliebtesten Speisefischen der Deutschen und wird auch traditionell mit Zitrone und Kräuterbutter serviert.

Das Sprichwort “Butter bei die Fische!” stammt aus der Gastronomie. Zu gekochtem oder gebratenem Fisch wird gerne ein Stückchen Butter dazu serviert. Dieses wird jedoch erst unmittelbar vor dem Verzehr auf dem heißen Fisch drapiert, damit es nicht verläuft. Wenn also die Butter zum Fisch getan wird, sollte dieser sofort gegessen werden. So leitet sich auch die Bedeutung der Redewendung ab: endlich zur Sache zu kommen oder Klartext zu sprechen.[1]

Im Trüben fischen

Wenn du im Trüben fischst, nutzt du unsichere oder unklare Verhältnisse zu deinem eigenen Vorteil aus. Die Redewendung beruht auf der Erfahrung, dass es beim Aalfang sinnvoll ist, das Wasser zu trüben, indem man zum Beispiel den schlammigen Boden aufwühlt. Denn die Augen der Aale können im trüben Wasser so gut wie gar nichts sehen – das wusste man schon im 16. Jahrhundert.[2] Heute weiß man zusätzlich, dass die windigen Fische besonders auf Lockstoffe wie Knoblaucharomen anspringen. Wenn du also auf Aalfang in trüben Gewässern gehst, ist es ratsam, deine Köder mit entsprechenden Duftstoffen zu beträufeln.[3]

Schon gewusst...?

Skizze von einem ZitteraalDer in den Süßgewässern Südamerikas beheimatete Zitteraal ist eigentlich gar kein Aal. Er gehört zur Ordnung der Neuwelt-Messerfische und wenn man es ganz genau nimmt, ist der aalartige Flussbewohner eine riesengroße Batterie. Denn der Lauerjäger stößt zur Verteidigung und Jagd Strom aus. Der Körper des Zitteraals besteht zu einem Großteil aus sogenannten Elektrozyten, das ist Muskelgewebe, welches Strom erzeugen kann. Die einzelnen Elemente verursachen für sich genommen keine hohe Spannung, allerdings sind sie, ähnlich wie die Platten in einer Batterie, in Reihe geschaltet. Bei einer maximalen Länge von 2,5 Metern kann sich die Spannung auf bis zu 800 Volt summieren. Zum Vergleich: Deine heimische Steckdose schafft es gerade einmal auf rund 250 Volt. Das macht ihn zum König der Elektrofische, zu denen auch der Zitterwels und der Zitterrochen zählen.

Ein toller Hecht (sein)

Skizze von einem Hecht.

Der Hecht zählt zu den Raubfischen. Er kann bis zu 7 Jahre alt werden und dabei ein Gewicht von 15 Kilo zulegen.

“Also dieser Ryan Gosling… der hat einfach alles! Gutes Aussehen, Charme, Charisma und Talent!” – “Ja du hast Recht, der ist wirklich ein toller Hecht!”

So oder so ähnlich könnte sich wohl eine Unterhaltung zwischen zwei Fans abspielen, die für ihren männlichen Lieblingsstar schwärmen. Denn “ein toller Hecht” zu sein bedeutet, man(n) ist erfolgreich, clever und wird bewundert.

Ursprünglich wurde als “Hecht” eine männliche, räuberische Person bezeichnet, denn der “echte” Hecht ist ein ziemlich aggressiver Raubfisch, was es auch so schwer macht, ihn zu züchten. Über die Zeit wurde “Hecht” dann allgemeiner für “Mann” oder “Kerl” verwendet.[4]

Ein Haifischbecken / Sich ins Haifischbecken begeben

Berechnend, blutrünstig und brutal – das sind wohl die Attribute, die die meisten Menschen (wohlgemerkt zu Unrecht) mit Haien assoziieren. Nicht verwunderlich also, dass der Hai gemeinhin als Symbol für Gier und Rücksichtslosigkeit gilt. Sich ins Haifischbecken zu begeben, bedeutet folglich, einen gefährlichen Ort zu betreten oder in einen Markt mit viel Konkurrenz einzutreten. Zwar steht der Hai schon seit Anfang des 20. Jahrhunderts für Ausbeuter und Verbrecher, den Begriff “Haifischbecken” hat allerdings Der Spiegel in einem 1979 erschienenen Beitrag geprägt.[5][6]

Schon gewusst...?

Skizze von einem weißen Hai. Der einzige aller Fische, welcher nicht in Aquarien gehalten werden kann.In keinem einzigen Aquarium dieser Welt wirst du einen weißen Hai finden können, und das, obwohl jener gerade einmal durchschnittlich 4,5 Meter misst. Das Okinawa-Churaumi-Aquarium und das Georgia-Aquarium zählen jeweils sogar Walhaie von gut 10 Metern größe zu ihrer Sammlung. Wie kommt es also, dass in Aquaparks nirgends weiße Haie zu finden sind? Der Grund ist ganz einfach: Sie ertragen keine Gefangenschaft und sterben in Aquarien einfach. 1955 wurde der erste weiße Hai im Pazifik gefangen genommen und in das Marineland in Los Angeles überführt. Dort hat er es keine 24 Stunden ausgehalten, bevor er gestorben ist. Bis 2003 wurde insgesamt 25 Mal versucht, einen weißen Hai zu zähmen, jedes Mal mit ähnlich tragischem Ausgang.

Wissen, wie der Hase läuft...

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