{"id":2248,"date":"2018-03-21T10:52:53","date_gmt":"2018-03-21T10:52:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.phase-6.de\/magazin\/?p=2248"},"modified":"2022-12-12T14:37:44","modified_gmt":"2022-12-12T14:37:44","slug":"mindsets-die-psychologie-des-lernens-und-lehrens","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.phase-6.de\/magazin\/rubriken\/lerntipps\/mindset-die-psychologie-des-lernens-und-lehrens\/","title":{"rendered":"Mindset &#8211; die Psychologie des Lernens und Lehrens"},"content":{"rendered":"[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_row _builder_version=&#8220;4.16&#8243; background_size=&#8220;initial&#8220; background_position=&#8220;top_left&#8220; background_repeat=&#8220;repeat&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; custom_padding=&#8220;|||&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; custom_padding__hover=&#8220;|||&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.16&#8243; border_style=&#8220;solid&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<a name=\"teil1\"><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><div class=\"su-spoiler su-spoiler-style-default su-spoiler-icon-arrow su-spoiler-closed\" data-scroll-offset=\"0\" data-anchor-in-url=\"no\"><div class=\"su-spoiler-title\" tabindex=\"0\" role=\"button\"><span class=\"su-spoiler-icon\"><\/span>Inhalt des Beitrags<\/div><div class=\"su-spoiler-content su-u-clearfix su-u-trim\"> <a href=\"#teil1\">Teil 1: Einstellungen beeinflussen unsere Leistung<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"#teil2\">Teil 2: Die Macht des Selbstkonzepts<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"#teil3\">Teil 3: F\u00f6rderungsm\u00f6glichkeiten<\/a> <\/div><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>\u201cYou can make it happen &#8211; you can make it real!\u201d<\/em> &#8211; Wir m\u00fcssen nur fest genug an uns glauben, dann k\u00f6nnen wir alles erreichen! Ist das so? Die Forschung sagt: Ja, unter gewissen Bedingungen\u2026<\/p>\n<h2>Einstellungen beeinflussen unsere Leistung<\/h2>\n<p>Unser Geist ist ein m\u00e4chtiges Werkzeug. Einige der \u00dcberzeugungen und Einstellungen, welche wir uns im Laufe unseres Lebens aneignen, scheinen gr\u00f6\u00dfere Effekte auf unsere Motivation, Leistungen und Erfolgswahrscheinlichkeiten zu haben, als so mancher glauben mag. Jene <strong>Mindsets<\/strong>, die wir meist unterbewusst konstruieren und verfeinern, k\u00f6nnen uns auf gewisse Art und Weise \u201clenken\u201d. Sie fungieren sozusagen als implizite Wegweiser f\u00fcr unsere Emotionen und Gedanken, welche wiederum unsere Handlungen beeinflussen.<\/p>\n<p>Die Kraft der Gedanken und das mentale Setting, welches wir uns konstruieren, sorgen beispielsweise daf\u00fcr, dass es einigen Patienten nach der Einnahme eines Placebo-Medikaments tats\u00e4chlich nachweislich besser geht. Der Placebo-Effekt beruht auf psychologischen Mechanismen. Alle wirksamen Effekte der eigentlich wirkungslosen Medikamente auf Testpersonen verschiedenster Studien sind mit dem blo\u00dfen Glauben an die Wirksamkeit bestimmter Ma\u00dfnahmen zu erkl\u00e4ren. Waren die Testpersonen von der heilenden Wirkung \u00fcberzeugt, war die Wahrscheinlichkeit sehr gro\u00df, dass die gew\u00fcnschte Wirkung tats\u00e4chlich eintrat. Die feinen Komponenten unserer Psyche k\u00f6nnen also eine starke Wirkung auf unsere Physis haben. <strong>So beeinflussen \u00dcberzeugungen unsere Wahrnehmung<\/strong>, unser Realit\u00e4tserleben.\u00a0[1]Wie unsere individuellen Mindsets in verschiedenen Bereichen aussehen und aus welchen Eindr\u00fccken und Erfahrungen sie sich sukzessive zusammengesetzt haben, k\u00f6nnen wir in den meisten F\u00e4llen nicht genau rekonstruieren. Oder k\u00f6nntest du genau erkl\u00e4ren, warum du einfach keine kreative Ader oder es nicht so mit dem logischen Denken hast? Der Aneignungsprozess l\u00e4uft unterbewusst ab und ist demzufolge nahezu unkontrollierbar. Es sind Sinneseindr\u00fccke unserer Umgebung und Erfahrungen mit unserem sozialen Umfeld, die unsere Einstellungen, unser Selbstkonzept und unsere Zielsetzungen pr\u00e4gen. Und es sind auch jene Einfl\u00fcsse, die unsere <strong>Intelligenz<\/strong> beeinflussen k\u00f6nnen. Noch klingt das alles recht abstrakt und wenig greifbar. Gehen wir also in die Tiefe: Wie wirken sich unsere Mindsets genau auf unsere zuk\u00fcnftigen Ziele und Leistungen aus? Und k\u00f6nnen wir diese unterbewussten Prozesse vielleicht doch steuern?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\n[\/et_pb_text][et_pb_blurb title=&#8220;Selbstversuch&#8220; image_icon_width=&#8220;none&#8220; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; background_color=&#8220;#f2f4f4&#8243; border_style=&#8220;solid&#8220; image_max_width=&#8220;none&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]Machen wir zun\u00e4chst einen kurzen Selbstversuch.\u00a0Nimm dir einen Zettel und einen Stift zur Hand, damit du dir deine Antworten nicht merken musst. Los geht\u2019s:<\/p>\n<p><strong>TEIL I<\/strong><\/p>\n<p><strong><img loading=\"-\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-2249 alignright\" src=\"https:\/\/www.phase-6.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Artikel6-2-300x225.jpg\" alt=\"Verzweifelter Sch\u00fcler \u00fcber Schulb\u00fcchern\" width=\"274\" height=\"206\" \/><\/strong><\/p>\n<p>Denke an deine eigene Schulzeit zur\u00fcck. Stelle dir zun\u00e4chst ein Schulfach vor, das du <em>gar nicht mochtest<\/em> und in dem du viele <em>Misserfolgserlebnisse<\/em> hattest. Beantworte, inwieweit die folgenden Aussagen auf dich in diesem Schulfach zutrafen und notiere dir deine Antworten.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">[1= trifft \u00fcberhaupt nicht zu; 5= trifft v\u00f6llig zu]<strong>\u201cIn diesem Fach ging es mir darum\u2026\u201d<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li>neue Ideen zu bekommen<\/li>\n<li>nicht durch dumme Fragen aufzufallen<\/li>\n<li>keine falschen Antworten auf Fragen zu geben<\/li>\n<li>so viel wie m\u00f6glich zu lernen<\/li>\n<li>Aufgaben zu vermeiden, bei denen sich herausstellen k\u00f6nnte, dass ich schlechter bin als andere<\/li>\n<li>etwas Interessantes zu lernen<\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>TEIL II<\/strong><\/p>\n<p><strong><img loading=\"-\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-2251 alignright\" src=\"https:\/\/www.phase-6.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Artikel6-3-1-300x225.jpg\" alt=\"Sch\u00fclerin ist begeistert von Chemie\" width=\"277\" height=\"208\" srcset=\"https:\/\/www.phase-6.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Artikel6-3-1-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.phase-6.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Artikel6-3-1-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.phase-6.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Artikel6-3-1.jpg 1024w, https:\/\/www.phase-6.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Artikel6-3-1-510x382.jpg 510w\" sizes=\"(max-width: 277px) 100vw, 277px\" \/><\/strong>Stelle dir nun ein Fach aus der Schule vor, das du<em> sehr gerne mochtest<\/em> und in dem du viele <em>Erfolgserlebnisse<\/em> hattest. Beantworte wiederum, inwieweit die sechs Aussagen auf dich in diesem Schulfach zutrafen und notiere deine Antworten.<\/p>\n[1= trifft \u00fcberhaupt nicht zu; 5= trifft v\u00f6llig zu]<strong>\u201cIn diesem Fach ging es mir darum\u2026\u201d<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol>\n<li>neue Ideen zu bekommen<\/li>\n<li>nicht durch dumme Fragen aufzufallen<\/li>\n<li>keine falschen Antworten auf Fragen zu geben<\/li>\n<li>so viel wie m\u00f6glich zu lernen<\/li>\n<li>Aufgaben zu vermeiden, bei denen sich herausstellen k\u00f6nnte, dass ich schlechter bin als andere<\/li>\n<li>etwas Interessantes zu lernen<\/li>\n<\/ol>\n[\/et_pb_blurb][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.16&#8243; border_style=&#8220;solid&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]\n<h4><\/h4>\n<h4>Gibt es Unterschiede darin, wie du beide Fragensets beantwortet hast?<\/h4>\n<p>Wahrscheinlich ist:<\/p>\n<p>\u2022 In einem Fach, das wir mit Misserfolgen verbinden, entwickeln wir eher eine <strong>Leistungszielorientierung<\/strong> (zeigt sich in der Zustimmung zu den Fragen 2., 3., 5.).<\/p>\n<p>\u2022 In einem Fach, das wir mit Erfolgen verbinden, entwickeln wir eher eine <strong>Lernzielorientierung<\/strong> (zeigt sich in der Zustimmung zu den Fragen 1., 4. und 6.).<\/p>\n<p>Jene Zielorientierungen lassen sich von den gew\u00e4hlten Schulf\u00e4chern im Selbstversuch auch auf Ziele im allt\u00e4glichen oder beruflichen Leben \u00fcbertragen. Sie k\u00f6nnen Aufschluss \u00fcber unsere Einstellungen, Selbstkonzepte und zuk\u00fcnftige Leistungen in unterschiedlichen Dom\u00e4nen geben. Und sie verraten uns, dass Talent und Begabung f\u00fcr das Erlernen von F\u00e4higkeiten nicht allein ausschlaggebend sind.\u00a0[2]\n<h3>Mindsets und Zielsetzungen<\/h3>\n<p>Eine Zielorientierung macht sich in verschiedenen Bereichen bemerkbar. Dazu z\u00e4hlt unter anderem das pers\u00f6nliche Ziel, welches wir mit einer bestimmten Handlung verfolgen (siehe Selbstversuch) und die Reaktion auf bzw. die Einstellung zu R\u00fcckmeldungen zu unseren Leistungen (wie beispielsweise ein Feedback vom Chef oder den Kollegen). Weiterhin spielt die Bezugsgruppe, mit der wir uns vergleichen oder verglichen werden eine gro\u00dfe Rolle. Zu guter Letzt hat unser pers\u00f6nliches Verst\u00e4ndnis von Intelligenz und F\u00e4higkeiten nachgewiesenen Einfluss auf unsere Leistung und Motivation.<\/p>\n<h4>Wo hast du eine Lernzielorientierung entwickelt?<\/h4>\n<p>Bist du auf einem bestimmten Gebiet eher lernzielorientiert, hast du dir bei der Durchf\u00fchrung von Handlungen (Aufgabenerledigungen etc.) deinen pers\u00f6nlichen Lernzuwachs und deine Kompetenzsteigerung zum Ziel gesetzt. Es ist also deine Priorit\u00e4t, aus bestimmten (zweckm\u00e4\u00dfigen) T\u00e4tigkeiten etwas Lehrreiches mitzunehmen &#8211; auch, wenn das bedeuten k\u00f6nnte, Fehler zu machen oder R\u00fcckschl\u00e4ge zu erleben. R\u00fcckmeldungen zu deinen Leistungen empfindest du als wertvolle Information, die f\u00fcr deinen Lernzuwachs gro\u00dfe Relevanz haben kann. Ein konstruktives Feedback betrachtest du demnach als willkommene Lerngelegenheit. <img loading=\"-\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-2252 alignright\" src=\"https:\/\/www.phase-6.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Artikel6-4-300x225.jpg\" alt=\"Mann malt eine Steigerungskurve\" width=\"331\" height=\"248\" \/><\/p>\n<p>Bei einer lernzielorientierten Selbstbewertung deiner eigenen Leistung setzt du den Bewertungsma\u00dfstab vornehmlich bei dir selbst oder offiziellen Kriterien an. Du vergleichst deine Leistung also entweder mit deiner eigenen Lernentwicklung (<em>\u201cIm Vergleich zu meinen bisherigen Leistungen in diesem Bereich habe ich mich verbessert \/ verschlechtert.\u201d<\/em>) oder du hast die M\u00f6glichkeit, dich an allgemeinen G\u00fctekriterien zu messen, wenn du beispielsweise einen Leistungstest absolviert hast und dein Testergebnis im Vergleich zur erreichbaren H\u00f6chstpunktzahl betrachtest. <strong>F\u00e4higkeiten und Intelligenz erlebst du als ver\u00e4nderbar<\/strong> und du bist \u00fcberzeugt von der Annahme, dass sich F\u00e4higkeiten durch regelm\u00e4\u00dfiges Lernen stark entwickeln k\u00f6nnen (z.B. Zeichnen lernen durch regelm\u00e4\u00dfiges \u00dcben, Teilnahme an Malkursen, Workshops etc.).<\/p>\n<p>Du siehst, eine Lernzielorientierung skizziert das absolute Optimum f\u00fcr jegliche Lernprozesse. Der Lernende ist intrinsisch motiviert und geht optimistisch an neue Themen und Herausforderungen heran. Die Informationsverarbeitung gelingt aufmerksam, effektiv und langfristig mit Aussicht auf Erfolg. Doch w\u00e4re es utopisch anzunehmen, dass ein Mensch in allen Bereichen des Lebens so positiv agiert. In jedem von uns steckt auch das negative Pendant: die Leistungszielorientierung.<\/p>\n<h4>In welchen Bereichen bist du eher leistungszielorientiert?<\/h4>\n<p>Eine Leistungszielorientierung macht sich durch gegens\u00e4tzliche Wahrnehmungen bemerkbar. Bist du in einem bestimmten Bereich eher leistungszielorientiert, liegt deine prim\u00e4re Lernintention darin, dein K\u00f6nnen vor anderen entweder zu demonstrieren oder aber dein Nichtk\u00f6nnen zu verbergen, um sich einer eventuellen Blo\u00dfstellung zu entziehen. Dein pers\u00f6nlicher Lernzuwachs spielt hier kaum eine Rolle. Ein bekanntes Beispiel aus der Schule ist unter anderem das sogenannte \u201cBulimie-Lernen\u201d: Das n\u00f6tige Wissen f\u00fcr einen Test wird innerhalb k\u00fcrzester Zeit auswendig gelernt (\u2018hineingestopft\u2019), w\u00e4hrend der Pr\u00fcfung \u2018ausgespuckt\u2019 und danach meist sofort wieder vergessen. Eine sehr ineffektive und oberfl\u00e4chliche Art zu lernen, mit der allerdings viele Lernende an Schulen und Universit\u00e4ten ihre Leistungstests bestreiten. Das ist angesichts der mitunter gigantischen Mengen an Lernstoff und den hohen Leistungsanforderungen auch nicht verwunderlich. Es herrscht oft ein gewaltiger Konflikt zwischen den voraussprintenden Bildungsanspr\u00fcchen und dem eigentlich langwierigen Prozess des tiefergreifenden Lernens.<\/p>\n<p><img loading=\"-\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-2253 alignleft\" src=\"https:\/\/www.phase-6.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Artikel6-5-300x225.jpg\" alt=\"Mann schaut bei Konkurrenz auf den Bildschirm\" width=\"325\" height=\"244\" \/><\/p>\n<p>Zur\u00fcck zu den Zielorientierungen. Dort, wo du eine Leistungszielorientierung entwickelt hast, liegt der Ma\u00dfstab f\u00fcr deine Selbstbewertung nicht bei deiner eigenen Entwicklung, sondern bei den Leistungen der Menschen in deiner jeweiligen Bezugsgruppe. So misst du deine Leistungen in deinem Arbeitsumfeld beispielsweise an denen deiner Kollegen. Oder bewertest deine schulischen Leistungen lediglich im Vergleich zu den Noten deiner Mitsch\u00fcler. Diese soziale Bezugsnorm sorgt daf\u00fcr, dass Konkurrenzdenken beg\u00fcnstigt wird, was f\u00fcr die Leistungsmotivation nicht per se schlecht ist. Sie sorgt aber auch daf\u00fcr, dass du dir <strong>unrealistische Ziele<\/strong> setzt, da du lediglich F\u00e4higkeitsunterschiede zwischen dir und anderen fokussierst, anstelle deiner eigenen Entwicklung.<\/p>\n<p>Dort, wo du leistungszielorientiert handelst, erlebst du Feedback zu deinen Leistungen h\u00e4ufig als bedrohlich, was mit deiner Einstellung zu deinen eigenen F\u00e4higkeiten auf einem bestimmten Gebiet einhergeht. Diese empfindest du mit einer Leistungszielorientierung n\u00e4mlich als <strong>statisch, als nicht ver\u00e4nderbar.<\/strong> <img loading=\"-\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-2255 alignright\" src=\"https:\/\/www.phase-6.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Artikel6-6-300x225.jpg\" alt=\"Mann f\u00fchlt sich hilflos und schwach\" width=\"300\" height=\"225\" \/> Hast du dich beispielsweise schon einmal dabei erwischt, S\u00e4tze wie<em> \u201cIch bin einfach nicht gut darin.\u201d<\/em>; <em>\u201cIch bin zu dumm daf\u00fcr.\u201d<\/em> oder <em>\u201cIch werde das nie lernen.\u201d<\/em> gesagt zu haben? Das kommt vor und resultiert meist aus fehlendem Interesse f\u00fcr eine bestimmte T\u00e4tigkeit. Demnach sind oft keine tiefgreifenden Folgen zu erwarten. Hast du jene negativen Mantras allerdings verinnerlicht und noch dazu in einem Bereich, der dich eigentlich interessiert oder dessen Beherrschung f\u00fcr deine Position von N\u00f6ten ist, k\u00f6nnen die Folgen weitreichend sein. Sie reichen in dem Fall von der Stagnation deiner F\u00e4higkeiten \u00fcber sich h\u00e4ufende Misserfolge bis hin zur <strong>Sch\u00e4digung deines Selbstwertgef\u00fchls<\/strong> und &#8211; im schlimmsten Fall &#8211; damit einhergehenden Depressionen und gef\u00fchlter Hilflosigkeit.<\/p>\n<h3>Erfolg oder Misserfolg, das ist hier die Frage&#8230;<\/h3>\n<p>Grunds\u00e4tzlich tragen alle Menschen beide Arten der Zielorientierung in sich. Wie pr\u00e4sent welche Orientierung ist und wie stark sie sich die Effekte bemerkbar machen, variiert je nach Fachbereich bzw. T\u00e4tigkeitsfeld. Zielorientierungen entstehen nicht aus dem Nichts. Sie sind &#8211; wie die meisten unserer Einstellungen &#8211; erfahrungsbasiert und durch positive oder negative Emotionen gepr\u00e4gt. Aus (leistungsbezogenen) Erfahrungen konstruieren wir uns allm\u00e4hlich unser Selbstkonzept eigener F\u00e4higkeiten. Der springende Punkt f\u00fcr unsere Selbstbewertung ist die Attribution der Ereignisse, also unsere <strong>Annahmen \u00fcber m\u00f6gliche Ursachen unserer Erfolge oder Misserfolge<\/strong>. Auch diese Annahmen und \u00dcberzeugungen flie\u00dfen direkt in unser Selbstkonzept ein. Jenes Selbstkonzept hat wiederum einen weitl\u00e4ufig untersch\u00e4tzten Einfluss auf unsere Erfolge oder Misserfolge &#8211; sei es im Kontext der Arbeit, der Schule oder des Alltags. <a name=\"teil2\"><\/a><\/p>\n<h3>Die Macht des Selbstkonzepts<\/h3>\n<p>Das Selbstkonzept ist sozusagen ein inneres Abbild der eigenen Person. Es wird sowohl durch Introspektion (Selbstbeobachtung) als auch durch die Interaktion mit anderen erworben. Unser Selbstkonzept ist kein einheitliches Konstrukt, sondern beinhaltet mehrere Dimensionen. Dazu z\u00e4hlt beispielsweise das akademische Selbstkonzept, also das Selbstbild, welches wir im Bezug auf schulische F\u00e4higkeiten entwickeln. Au\u00dferdem kommen noch das soziale, emotionale und physische Selbstkonzept hinzu. Es spielen also mehrere Ebenen eine Rolle, die sich untereinander nicht klar voneinander abgrenzen lassen. Stell dir vor, du legst eine Tabelle an, auf der du in der linken Spalte deine St\u00e4rken und rechts deine Schw\u00e4chen notierst. Versuche dabei alle vier Ebenen &#8211; also akademisch, sozial, emotional und physisch &#8211; so detailgetreu wie m\u00f6glich zu betrachten und aufzugliedern. Die fertige Tabelle spiegelt sozusagen dein Selbstkonzept wieder, wenn auch nur grob skizziert. Neben der Intelligenz und spezifischem Vorwissen ist unser Selbstkonzept laut den Wissenschaftlern Marsh und Craven einer der wichtigsten Pr\u00e4diktoren f\u00fcr (schulische und berufliche) Leistungen. [3]\n<p>Unser Selbstbild hat demnach gr\u00f6\u00dfere Effekte auf die Leistungsmotivation und zuk\u00fcnftige Erfolge bzw. Misserfolge als Noten oder sonstige Leistungsbeurteilungen von au\u00dfen.<\/p>\n<p><img loading=\"-\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-2284 alignleft\" src=\"https:\/\/www.phase-6.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/A6-Teil-2-1-300x200.jpg\" alt=\"Mann malt sich selbst aus\" width=\"300\" height=\"200\" \/>Das legt die Schlussfolgerung nahe, dass wir unsere Leistungsentwicklung selbst in der Hand haben und h\u00f6chst pers\u00f6nlich an unseren Einstellungen arbeiten k\u00f6nnen. Die oben erl\u00e4uterten Zielorientierungen h\u00e4ngen sehr eng mit unserem Selbstkonzept zusammen. Sie stehen sozusagen in einer st\u00e4ndigen Wechselwirkung zueinander und beeinflussen sich gegenseitig. So wie unsere Zielorientierungen weist das Selbstkonzept &#8211; je nach Bereich oder T\u00e4tigkeit &#8211; ambivalente Z\u00fcge auf. Pauschal l\u00e4sst sich sagen, dass ein positives Selbstkonzept Hand in Hand mit einer (optimalen) Lernzielorientierung geht, w\u00e4hrend sich ein negatives Selbstkonzept in Bereichen mit einer Leistungszielorientierung bemerkbar macht. Die Psychologin Carol Dweck spricht in diesen F\u00e4llen von <strong>\u201cGrowth Mindsets\u201d<\/strong> (zu deutsch: dynamisches Selbstbild) und <strong>\u201cFixed Mindsets\u201d<\/strong> (zu deutsch: statisches Selbstbild). Mit ihrer Forschung zu Theorien \u00fcber die Ver\u00e4nderbarkeit von Intelligenz und F\u00e4higkeiten sorgte sie vor einigen Jahren f\u00fcr Aufsehen.<\/p>\n<h4><div class=\"su-table su-table-responsive su-table-alternate\"><\/div>\u00a0Zwei Mindset-Kategorien<\/h4>\n<table width=\"732\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"width: 165px;\"><\/td>\n<td style=\"width: 257px;\"><strong>Fixed Mindsets\u00a0<\/strong>\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 (statisches Selbstbild)<\/td>\n<td style=\"width: 288px;\"><strong>Growth Mindsets<\/strong> (dynamisches Selbstbild)<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 165px;\"><strong>Definition<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 257px;\">Glaube, dass Intelligenz und F\u00e4higkeiten angeboren und durch genetische Faktoren festgelegt sind.<\/td>\n<td style=\"width: 288px;\">Glaube, dass Intelligenz und F\u00e4higkeiten flexibel sind und sich durch \u00dcben ver\u00e4ndern und entwickeln k\u00f6nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 165px;\"><strong>F\u00e4higkeiten &amp; Intelligenz<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 257px;\">&#8230;sind <em>nicht<\/em> ver\u00e4nderbar.<\/td>\n<td style=\"width: 288px;\">&#8230;sind ver\u00e4nderbar.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 165px;\"><strong>Zielorientierung<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 257px;\">Leistungszielorientierung<\/td>\n<td style=\"width: 288px;\">Lernzielorientierung<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 165px;\"><strong>Erfolgsorientierung<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 257px;\">Misserfolgsorientierung: Misserfolge werden als wahrscheinlicher erachtet als Erfolge.<\/td>\n<td style=\"width: 288px;\">Erfolgsorientierung: Erfolge werden als wahrscheinlicher erachtet als Misserfolge.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 165px;\"><strong>Risikowahl<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 257px;\">zu leichte oder zu schwere Aufgaben &#8211; unrealistische Selbsteinsch\u00e4tzung<\/td>\n<td style=\"width: 288px;\">mittelschwere Aufgaben\/Herausforderungen &#8211; realistische Selbsteinsch\u00e4tzung<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 165px;\"><strong>Erfolge &amp; Misserfolge<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 257px;\">&#8230;werden auf eigene, nicht ver\u00e4nderbare F\u00e4higkeiten zur\u00fcckgef\u00fchrt: <em>&#8222;Ich kann das einfach nicht.&#8220;<\/em><\/td>\n<td style=\"width: 288px;\">&#8230;werden auf die eigene Anstrengung zur\u00fcckgef\u00fchrt: <em>&#8222;Ich habe mich nicht gen\u00fcgend angestrengt.&#8220;<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 165px;\"><strong>Motivation<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 257px;\">&#8230;sinkt und kann zu Resignation f\u00fchren.<\/td>\n<td style=\"width: 288px;\">&#8230;steigt mit zunehmenden Herausforderungen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<h3><\/h3>\n<h3>Carol Dwecks Mindset-Studie<\/h3>\n<p>Dweck und ihre Kollegen wollten herausfinden, welchen Einfluss R\u00fcckmeldungen und Lob auf die Leistungsentwicklung von Kindern haben. An der Studie nahmen insgesamt 400 Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler aus unterschiedlichen Teilen der USA teil. Insgesamt mussten alle Teilnehmer vier verschiedene Tests absolvieren, zu welchen sie jeweils unterschiedliche Formen von R\u00fcckmeldungen erhielten.<\/p>\n<h4>Erste Testphase<\/h4>\n<p>Zu Beginn machten alle Kinder unter gleichen Voraussetzungen den gleichen Test &#8211; einen sehr einfachen, nonverbalen IQ-Test mit insgesamt 10 Fragen. Nach der Beantwortung der Fragen wurden die Kinder auf zwei verschiedene Arten gelobt: Die erste Gruppe wurde f\u00fcr ihre Intelligenz gelobt (<em>\u201cSuper! Du scheinst sehr clever zu sein!\u201d<\/em>). Die zweite Gruppe wurde hingegen ihre Anstrengung gelobt (<em>\u201cSuper! Du scheinst dich sehr angestrengt zu haben!\u201d<\/em>).<\/p>\n<h4>Zweite Testphase<\/h4>\n<p>Im Anschluss erhielten beide Gruppen zwei Optionen f\u00fcr den n\u00e4chsten Test. Die Kinder konnten nun zwischen einer leichten und einer schwereren Testvariante w\u00e4hlen. Sie mussten sich also entscheiden, ob sie die schwierige Version ausprobieren m\u00f6chten, welche, wie man ihnen mitteilte, eine tolle Lerngelegenheit bieten k\u00f6nne, oder ob sie mit der einfachen Version weitermachen m\u00f6chten, welche einen ebenso niedrigen Schwierigkeitsgrad aufwies wie der IQ-Test zu Beginn und den Kindern versicherte, dass sie einen guten Job machen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>67% der ersten Gruppe, welche nach dem ersten Test f\u00fcr ihre Intelligenz gelobt wurde, entschieden sich f\u00fcr die einfachere Testvariante. Bei der Gruppe, die Lob f\u00fcr ihre Anstrengung erhielten, entschieden dagegen 92% f\u00fcr den schwereren Test. Ein \u00fcberraschend eindeutiges Ergebnis! Die Art, wie die Kinder im Anschluss an den Eingangstest gelobt wurden, hatte offensichtlich extrem <strong>starke Effekte auf die Risikowahl<\/strong> f\u00fcr den Anschlusstest. Wie l\u00e4sst sich dieser Effekt erkl\u00e4ren? Carol Dweck skizziert es so:<\/p>\n<p>&nbsp;<br \/>\n[\/et_pb_text][et_pb_testimonial author=&#8220;Carol Dweck %914%93&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; border_style=&#8220;solid&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]\n<p style=\"text-align: center;\"><em>\u201cDas Kind oder der Erwachsene h\u00f6rt: \u2018Oh, du denkst, ich sei sehr clever und talentiert. Deswegen bewunderst du mich, deswegen sch\u00e4tzt du mich. Ich tue lieber nichts, was diese Einsch\u00e4tzung gef\u00e4hrden oder widerlegen k\u00f6nnte\u2019. <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em>Folglich entwickeln diese Kinder ein Fixed Mindset, sie gehen auf Nummer sicher in zuk\u00fcnftigen Entscheidungen und verhindern damit die Weiterentwicklung ihres Talents.\u201d<\/em><\/p>\n[\/et_pb_testimonial][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.16&#8243; border_style=&#8220;solid&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]\n<h4>Dritte Testphase<\/h4>\n<p><img loading=\"-\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-2289 alignright\" src=\"https:\/\/www.phase-6.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/rendered-300x300.jpg\" alt=\"Entscheidung zwischen kurviger und gerader Strecke\" width=\"289\" height=\"289\" \/>Der dritte Test, der den Teilnehmern vorgelegt wurde, hatte ein so hohes Anforderungsniveau, dass die Kinder die Aufgaben mit gro\u00dfer Wahrscheinlichkeit nicht l\u00f6sen konnten. Dweck und ihre Kollegen wollten in dieser Testphase herausfinden, wie die zwei verschiedenen Teilnehmergruppen an jene Herausforderung herangehen w\u00fcrden. Es zeigte sich, dass die erste Gruppe, welche intelligenz- bzw. f\u00e4higkeitsbezogenes Lob bekam, schnell frustriert war und die Bearbeitung des Tests fr\u00fch aufgab. Die zweite Gruppe, die anstrengungsbezogenes Lob erhielt, zeigte in diesem Test eine signifikant h\u00f6here Anstrengungsbereitschaft sowie -ausdauer und hatte weiterhin mehr Spa\u00df an der Bearbeitung des Tests als die andere Gruppe. Zudem gab die zweite Gruppe an, auch zu Hause mit solchen Aufgaben arbeiten zu wollen, w\u00e4hrend die erste Gruppe wenig bis kein weiterf\u00fchrendes Interesse zeigte.<\/p>\n<h4>Vierte Testphase<\/h4>\n<p>Der finale Test f\u00fcr die Studienteilnehmer \u00e4hnelte in Aufbau und Schwierigkeitsgrad stark dem einfachen Test zu Beginn. Die Leistungen dieser letzten Testphase wurden anschlie\u00dfend mit denen des ersten Tests verglichen und die finalen Ergebnisse fielen erneut \u00fcberraschend aussagekr\u00e4ftig aus: Die durchschnittliche Leistung der Gruppe, die im Vorfeld f\u00fcr ihre Intelligenz gelobt wurde, sankt im Vergleich zum ersten Test um 20 Prozent. Das mittlere Leistungsniveau der zweiten, f\u00fcr ihre Anstrengung gelobten Gruppe, stieg dagegen um ganze 30 Prozent an. Das ist ein <strong>Leistungsunterschied von betr\u00e4chtlichen 50 Prozent<\/strong>, der im unmittelbaren Zusammenhang mit unterschiedlichen Arten von R\u00fcckmeldungen und Lob zu stehen scheint.<\/p>\n<h3>Fazit<\/h3>\n<p>Die Erkenntnisse aus der Mindset-Forschung zeigen in aller Deutlichkeit, dass Motivation und Erfolg beeinflussbar sind. Und sie verdeutlichen die Macht, die R\u00fcckmeldungen \u00fcber unsere Leistungen f\u00fcr zuk\u00fcnftige Erfolge oder Misserfolge haben k\u00f6nnen. <img loading=\"-\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-2290 alignleft\" src=\"https:\/\/www.phase-6.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/rendered-1-300x300.jpg\" alt=\"H\u00e4nde halten verschiedene Feedback-Karten hoch\" width=\"291\" height=\"291\" srcset=\"https:\/\/www.phase-6.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/rendered-1-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.phase-6.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/rendered-1-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.phase-6.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/rendered-1-768x768.jpg 768w, https:\/\/www.phase-6.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/rendered-1-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/www.phase-6.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/rendered-1-1080x1080.jpg 1080w, https:\/\/www.phase-6.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/rendered-1-440x440.jpg 440w, https:\/\/www.phase-6.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/rendered-1.jpg 2000w\" sizes=\"(max-width: 291px) 100vw, 291px\" \/> Loben wir jemanden f\u00fcr sein Talent, seine F\u00e4higkeiten oder seine Intelligenz, sorgen wir wom\u00f6glich daf\u00fcr, dass unser Gegen\u00fcber einen suboptimalen Lernweg einschl\u00e4gt. Ein solches Lob kann unmittelbar zu einer Leistungszielorientierung f\u00fchren, die nicht mehr unsere eigene Entwicklung im Fokus hat, sondern lediglich darauf bedacht ist, \u2018irgendwie durchzukommen\u2019 und blo\u00df nicht negativ aufzufallen. Dadurch verliert sich der Blick f\u00fcr neue Lernchancen sowie der Mut, sich Herausforderungen zu stellen. Und die gr\u00f6\u00dfte Gefahr, die von f\u00e4higkeitsbezogenem Lob ausgeht, scheint die unmittelbare M\u00fcndung in eine <strong>unrealistische Zielsetzung und Selbsteinsch\u00e4tzung<\/strong> zu sein. Diese kann mitunter negative Gef\u00fchle von Hilflosigkeit und Verzweiflung (<em>\u201cIch werde das nie schaffen!\u201d<\/em>) sowie von Resignation und depressiver Verstimmung (<em>\u201cAlles, was ich tue, ist ohnehin sinnlos, wozu \u00fcberhaupt versuchen?\u201d<\/em>) beg\u00fcnstigen. Eine Person, die diese Art zu denken verinnerlicht hat, wird schnell zur Hauptfigur einer selbsterf\u00fcllenden Prophezeiung.<\/p>\n<p>F\u00fchren wir die Erfolge oder Misserfolge allerdings auf Bem\u00fchung, Anstrengung und Hingabe zur\u00fcck, k\u00f6nnen wir daraus offensichtlich ungeahntes Potenzial sch\u00f6pfen, welches auch au\u00dferhalb von schulischen oder beruflichen Lernprozessen zum Tragen kommt.<\/p>\n<h3>M\u00f6ge die Macht mit uns sein&#8230;<\/h3>\n<p><img loading=\"-\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-2291 alignright\" src=\"https:\/\/www.phase-6.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/A6-Teil-2-6-300x300.jpg\" alt=\"Gehirn wird wie ein Baum gegossen\" width=\"306\" height=\"306\" \/>Die Macht der Wortwahl und Attributionen obliegt im Grunde genommen jeder einzelnen Person auf dieser Welt. Speziell f\u00fcr Kinder sind die Forschungserkenntnisse nat\u00fcrlich von besonderer Relevanz. Ihre Schulleistungen und -erfolge entscheiden ma\u00dfgeblich \u00fcber ihre weitere Entwicklung im Leben und bestimmen schon in jungen Jahren \u00fcber Zukunftsperspektiven. Ein Growth Mindset sollte sich so fr\u00fch wie m\u00f6glich entwickeln k\u00f6nnen und die Weichen daf\u00fcr m\u00fcssen fr\u00fchzeitig gestellt werden. Der massive Einfluss der Mindsets betrifft Motivation, Willenskraft und Durchhalteverm\u00f6gen &#8211; Attribute, die nicht nur w\u00e4hrend der Schullaufbahn einen hohen Stellenwert besitzen, sondern weit dar\u00fcber hinaus. Doch nicht nur Lehrkr\u00e4fte, P\u00e4dagogen und Eltern m\u00fcssen mit dieser Feedback-Macht verantwortungsvoll umgehen. Nicht nur Personen, die in ihrem Beruf anderen Personen R\u00fcckmeldungen geben und dadurch signifikant die Leistungsentwicklung der Mitarbeiter beeinflussen k\u00f6nnen. Wir alle tragen eine implizite Verantwortung f\u00fcr die Entwicklung unserer Mitmenschen und wir alle tragen sie explizit f\u00fcr unsere eigene Entwicklung. Jeder ist sich selbst am n\u00e4chsten und wenn jeder an sich selbst denkt, ist an alle gedacht &#8211; so sagt man. Kein schlechter Ansatz f\u00fcr die selbstst\u00e4ndige F\u00f6rderung einer positiven, geistigen Entwicklung. Wie k\u00f6nnen wir die Entwicklung von Growth Mindsets nun konkret f\u00f6rdern?<a name=\"teil3\"><\/a><\/p>\n<h3>F\u00f6rderungsm\u00f6glichkeiten<\/h3>\n<p>Der Mindset-Forschung zufolge ist ein Growth Mindset erstrebenswert, da es die optimale motivationale Basis f\u00fcr jegliche Lernprozesse bildet und zus\u00e4tzlich die Chance auf langfristiges Lerninteresse erh\u00f6ht. Und dieses Interesse ist wiederum der Dreh- und Angelpunkt f\u00fcr unsere zuk\u00fcnftige Motivation und Willenskraft. Unsere \u00dcberzeugungen, welche in stetigem Kontakt mit unserem Selbstkonzept stehen, entwickeln sich aus verschiedenen unterbewussten Eindr\u00fccken und schlagen teilweise tiefe Wurzeln. Das erschwert eine aktive Einflussnahme erheblich, macht sie aber nicht unm\u00f6glich. Ein paar wertvolle Ma\u00dfnahmen lassen sich aus der Mindset-Studie von Dweck et al. schlussfolgern, um ein positives Selbstkonzept und somit ein Growth Mindset zu f\u00f6rdern.<\/p>\n<p><img loading=\"-\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-2348 alignleft\" src=\"https:\/\/www.phase-6.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Artikel6-Teil3-1-300x300.jpg\" alt=\"Selbstreflexion - Figur im Spiegel\" width=\"300\" height=\"300\" \/><\/p>\n<h4>Selbstreflexion<\/h4>\n<p>Sich selbst beobachten &#8211; leichter gesagt als getan. Das regelm\u00e4\u00dfige und kritische Reflektieren eigener Ansichten, Handlungen und Vorurteile legt den Grundstein f\u00fcr unsere pers\u00f6nliche Weiterentwicklung. Mache dir klar, welche Mindsets du selbst in unterschiedlichen Bereichen entwickelt hast und versuche, diese verwurzelten Einstellungen aufzuspalten und gegebenenfalls zu \u00fcberarbeiten. Eine solche Selbstanalyse ist jedoch immer subjektiv getr\u00fcbt, wechselhaft und garantiert nicht, dass daraus gewonnene Erkenntnisse auch in die Tat umgesetzt werden (k\u00f6nnen). Dennoch demonstriert eine stetige Selbstreflexion den Glauben an Ver\u00e4nderung und Entwicklung, der f\u00fcr das Ziel eines Growth Mindsets Voraussetzung ist.<\/p>\n<h4>Richtig loben, um auf richtiges Lob bestehen zu k\u00f6nnen<\/h4>\n<p>Ja, auch positive R\u00fcckmeldungen k\u00f6nnen Schaden anrichten, wenn sie \u2018falsch\u2019 formuliert werden oder sich auf die \u2018falschen\u2019 Eigenschaften beziehen. Das zeigte die Mindset-Forschung von Carol Dweck in \u00fcberraschender Deutlichkeit. Die Verhaltenspsychologie r\u00e4t dazu, Lob und Tadel sehr sparsam einzusetzen und eher auf informelles, sachliches Feedback zur\u00fcckzugreifen. Wenn du ein Lob aussprechen m\u00f6chtest, solltest du dich dabei m\u00f6glichst nicht auf die F\u00e4higkeiten des Gegen\u00fcbers beziehen, sondern auf seine Anstrengung. \u00dcbernimm diese Form der R\u00fcckmeldung gleicherma\u00dfen f\u00fcr dich selbst. F\u00fchre deine eigenen Erfolge und Misserfolge nicht auf innere Unzul\u00e4nglichkeiten deiner eigenen (kognitiven) F\u00e4higkeiten zur\u00fcck, sondern auf deine Vorbereitung und dein Engagement. Und habe den Mut, auf ein solch reflektiertes Feedback zu bestehen.<\/p>\n<h4>Vergleiche dich \u00f6fter mit dir selbst<\/h4>\n<p>Soziale Vergleiche, bei welchen wir unsere Wertvorstellungen, Leistungen und Verhaltensweisen mit denen unserer Mitmenschen vergleichen, sind ebenso wichtig f\u00fcr die Entwicklung unseres Selbstkonzepts wie individuelle Vergleiche, da sie uns die Identifikation mit und Abgrenzung zu anderen Menschen erm\u00f6glichen. Lass die Vergleiche mit anderen Menschen jedoch nicht dein Selbstbild dominieren, denn das f\u00fchrt zu unrealistischen Erwartungshaltungen und erh\u00f6ht damit unweigerlich die Wahrscheinlichkeit auf Misserfolge. Fokussiere stattdessen \u00f6fter deine pers\u00f6nliche Entwicklung. Denke an dich selbst vor einem Jahr &#8211; wie hast du dich seitdem in unterschiedlichen Bereichen entwickelt? Wo siehst du (positive) Ver\u00e4nderungen bei dir selbst?<\/p>\n<h4>Fehler willkommen hei\u00dfen<\/h4>\n<p>Fehler haben zu Unrecht einen schlechten Ruf. Jeder Lernende ist erpicht darauf, sie zu vermeiden. Dabei sind Fehler sozusagen die Voraussetzung f\u00fcr langfristiges, tiefgreifendes Lernen. Erst durch erfahrbaren Irrtum k\u00f6nnen wir unsere Fehlannahmen erkennen, revidieren und aktualisieren. Einige der gro\u00dfen Erfindungen der Menschheit sind durch die Probleml\u00f6sestrategie des Trial and Error (Versuch und Irrtum) entstanden. Fehler teilen uns unmittelbar mit, ob wir den richtigen Weg eingeschlagen haben oder gegebenenfalls die Richtung wechseln m\u00fcssen. Eine Analyse unserer Fehler hilft, \u00e4hnliche Fehler in Zukunft zu vermeiden. Zus\u00e4tzlich kann die \u00dcberwindung von Fehlern das eigene Kompetenzerleben und Selbstwirksamkeit f\u00f6rdern. Fehler sollten demnach als Lerngelegenheiten wahrgenommen werden &#8211; als Notwendigkeit f\u00fcr effektive Lernprozesse.<\/p>\n<h4>Informiere dich \u00fcber die Plastizit\u00e4t unseres Gehirns<\/h4>\n<p><img loading=\"-\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-2349 alignright\" src=\"https:\/\/www.phase-6.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Artikel6-Teil3-2-300x300.jpg\" alt=\"Illustration: Das Gehirn wachsen lassen\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.phase-6.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Artikel6-Teil3-2-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.phase-6.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Artikel6-Teil3-2-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.phase-6.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Artikel6-Teil3-2-768x768.jpg 768w, https:\/\/www.phase-6.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Artikel6-Teil3-2-440x440.jpg 440w, https:\/\/www.phase-6.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Artikel6-Teil3-2.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Unterschiedliche Menschen haben unterschiedliche Vorstellungen \u00fcber die Ver\u00e4nderbarkeit von Intelligenz und F\u00e4higkeiten. Um sich mit dem Gedanken der Ver\u00e4nderbarkeit und somit des Growth Mindsets anzufreunden, empfiehlt sich ein Blick in die neurobiologischen Rahmenbedingungen unseres Gehirns. Nach den behavioristischen und kognitionspsychologischen Theorien \u00fcber das Lernen folgte die neurobiologische Lerntheorie, welche um das Jahr 2000 und bis heute gro\u00dfe Beachtung fand. Sie bezeichnet Lernen nicht mehr nur als \u00c4nderung des Verhaltenspotentials, sondern als medizinisch belegbare Ver\u00e4nderung neuronaler Verbindungen. Neurowissenschaftler sprechen hier von \u201cPlastizit\u00e4t\u201d. Das ist die Eigenschaft, die unser Gehirn dazu bef\u00e4higt, sich <strong>lebenslang an Umweltbedingungen und Reize anzupassen<\/strong> und sich von eventuellen Sch\u00e4digungen zu erholen. Unser Gehirn ist flexibel, formbar und anpassungsf\u00e4hig. [5] Das betrifft sowohl einzelne Synapsen und Nervenzellen als auch ganze Hirnareale, welche Pers\u00f6nlichkeits- oder Verhaltens\u00e4nderungen mit sich bringen k\u00f6nnen. Es gibt Studien (wie die des Intelligenzforschers Siegfried Lehrl), die belegen, dass der IQ von Schulkindern in den Sommerferien sinkt. Das gilt nicht nur f\u00fcr Schulkinder: Wenn du dich in einem dreiw\u00f6chigen Strandurlaub der puren Faulenzerei hingegeben hast, k\u00f6nnte dein IQ um etwa 20 Punkte gesunken sein. [6] Das muss dir jedoch keine Angst einjagen, denn diese und \u00e4hnliche Forschungserkenntnisse liefern weitere Best\u00e4tigungen f\u00fcr die Ver\u00e4nderbarkeit von Intelligenz. Du kannst dein vorheriges IQ-Level also auch wieder erreichen, wenn du K\u00f6rper und Gehirn wieder mehr beanspruchst.<\/p>\n<p>Sowohl psychische als auch physische Monotonie und Langeweile kann zur Schw\u00e4chung unserer Synapsenverbindungen sorgen, da bestimmte Verbindungen und Hirnareale \u00fcber eine l\u00e4ngere Zeit nicht aktiviert und damit weniger durchblutet werden. <strong>Unser Gehirn m\u00f6chte mit Abwechslung gef\u00fcttert werden!<\/strong> Nimm zum Beispiel morgen einfach mal einen anderen Weg zur Arbeit oder koche dich mit landestypischen Gerichten durch die Weltkarte. Lass dich auf die Ideen und Vorgehensweisen anderer Leute ein und wage vielf\u00e4ltige Perspektivwechsel!<\/p>\n<h4>Selbstwirksamkeit wahrnehmen<\/h4>\n<p>Nach der Selbstbestimmungstheorie der amerikanischen Wissenschaftler Edward Deci und Richard Ryan gibt es drei grundlegende menschliche Bed\u00fcrfnisse, die f\u00fcr das Erlangen eines gesunden Selbstkonzepts von Wichtigkeit sind: das Erleben von Autonomie, eigener Kompetenz und sozialer Eingebundenheit. [7] Geben wir uns und anderen die Chance, jene Bed\u00fcrfnisse zu erf\u00fcllen, erfahren wir Selbstwirksamkeit. Je \u00f6fter wir wahrnehmen, dass wir mit unseren Ideen und Handlungen etwas bewirken k\u00f6nnen, desto st\u00e4rker manifestiert sich die unmittelbare Verbindung zwischen eigenen Taten und deren Konsequenzen in unseren K\u00f6pfen. So sind wir eher in der Lage, bestimmte Ereignisse auf unser Verhalten zur\u00fcckzuf\u00fchren und zu erkennen, dass Lernen ein selbstverantwortlicher Prozess ist, den wir selbst in der Hand haben und steuern k\u00f6nnen. Bei der Wahrnehmung von Selbstwirksamkeit ist es zun\u00e4chst unwichtig, <strong>wie<\/strong> wir etwas meistern. Wichtig ist, <strong>dass<\/strong> wir etwas meistern und die Konsequenz oder das Ergebnis unseres Handelns erkennen k\u00f6nnen. Beispielsweise wirkt sich das selbstst\u00e4ndige Stecken und sukzessive Abhaken kleiner Tagesziele auf der Todo-Liste f\u00f6rderlich auf unsere Selbstwirksamkeit aus. Oder eine praktische Erfahrung als Leiter einer kleinen Arbeitsgruppe (egal ob Schule oder B\u00fcro), durch welche man soziale Eingebundenheit mit dem Erleben der eigenen Kompetenz verbinden kann.<\/p>\n<h3>Was zu sagen bleibt&#8230;<\/h3>\n<p>Halten wir fest: Unsere Psyche ist ein m\u00e4chtiges Werkzeug und kann von uns und anderen stellenweise stark beeinflusst werden. Einige der Prozesse, die auf unsere Motivation, Leistung und Erfolgswahrscheinlichkeit wirken, k\u00f6nnen wir tats\u00e4chlich kontrollieren. Intelligenz ist keine statische Gr\u00f6\u00dfe, sondern entwickelt sich kontinuierlich mit dem, was wir aufnehmen (wollen) und wie wir damit umgehen. Die Forschung suggeriert, dass wir den Glauben an unsere eigene Entwicklung ernst nehmen und uns nicht auf unseren bisherigen Leistungen ausruhen sollten.<\/p>\n<p><img loading=\"-\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-2351 alignleft\" src=\"https:\/\/www.phase-6.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Artikel6-Teil3-3-300x300.jpg\" alt=\"Mann h\u00f6rt sich selbst mit Stethoskop ab\" width=\"300\" height=\"300\" \/>Allerdings darf man aus den genannten Forschungserkenntnissen nicht schlie\u00dfen, dass jeder ausnahmslos alles lernen kann. Eine 1,50 Meter gro\u00dfe Sportlerin wird wahrscheinlich nie so gut im Hochsprung sein wie die 1,90 Meter gro\u00dfe Konkurrenz. Manchmal sind es biologisch determinierte oder nur in minimalem Spektrum ver\u00e4nderbare Bedingungen, die uns die positive Entwicklung unserer F\u00e4higkeiten ab einem gewissen Punkt versagen &#8211; selbst, wenn wir harte Arbeit in die Entwicklung einzelner F\u00e4higkeiten investiert haben.<\/p>\n<p>Der gro\u00dfe Knackpunkt ist: Jeder sollte eine <strong>realistische Selbsteinsch\u00e4tzung<\/strong> entwickeln k\u00f6nnen. Jeder sollte die Chance haben, seine eigenen St\u00e4rken und Schw\u00e4chen identifizieren zu k\u00f6nnen und mit diesen angemessen umzugehen. Es ist grunds\u00e4tzlich nie falsch, wenn wir uns an etwas heranwagen, das wir noch nicht k\u00f6nnen oder wovor wir Angst haben. Probieren ging schon immer \u00fcber studieren. Haben wir allerdings gelernt, unsere Leistungen und Selbstbewertungen angemessen zu reflektieren und noch dazu das Wissen parat, dass wir Unwissenheit oder Unf\u00e4higkeit nicht allein auf angeborene Wesensz\u00fcge zur\u00fcckf\u00fchren k\u00f6nnen und sollten, ist der Weg zu einer realistischen Selbsteinsch\u00e4tzung weitestgehend geebnet.<\/p>\n<p>Und diese F\u00e4higkeit ist unbezahlbar f\u00fcr die Ausbildung eines gesunden, positiven Selbstkonzepts. Sie sch\u00fctzt vor Versagens\u00e4ngsten, Hilflosigkeit, Resignation und Demotivation. Sie sch\u00fctzt unsere Pers\u00f6nlichkeit vor Stillstand.<br \/>\n[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.19.2&#8243; border_style=&#8220;solid&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]\n<h3>Quellen:<\/h3>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">[<a href=\"https:\/\/www.pharmazeutische-zeitung.de\/ausgabe-462007\/die-heilkraft-des-nichts\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">1<\/a>] <\/span><span style=\"font-weight: 400;\">Sauer, Bettina (2007): Placeboeffekt \u2013 Die Heilkraft des Nichts. In: Pharmazeutische Zeitung<\/span><span style=\"font-weight: 400;\">.<\/span><\/p>\n[2] Prof. Dr. Hannover, Bettina (2017\/18): Vorlesung zur Lernf\u00f6rderung und -motivation. Freie Universit\u00e4t Berlin, Institut f\u00fcr Erziehungswissenschaften und Psychologie.<\/p>\n[3] W. Marsh, Herbert &amp; G. Craven, Rhonda (2006): Reciprocal Effects of Self-Concept and Performance From a Multidimensional Perspective: Beyond Seductive Pleasure and Unidimensional Perspectives. In: Perspectives on psychological science, S. 133 &#8211; 163.<\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">[<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=NWv1VdDeoRY\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">4<\/a>] <\/span><span style=\"font-weight: 400;\">Ragan, Trevor (2014): <\/span><span style=\"font-weight: 400;\">Carol Dweck &#8211; A Study on Praise and Mindsets. Youtube.<\/span><\/p>\n[<a href=\"https:\/\/www.mpg.de\/100045\/HM09_NeuronalePlastizitaet.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">5<\/a>] o.V. (2010): Neuronale Plastizit\u00e4t. Max Planck Gesellschaft.<\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">[<a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2000\/36\/Nachgefragt\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">6<\/a>] <\/span><span style=\"font-weight: 400;\">Ermlich, Guenter (2000): Nachgefragt. Siegfried Lehrl im Interview. Zeit Online.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">[7] Deci und Ryan (1993): Die Selbstbestimmungstheorie der Motivation und ihre Bedeutung f\u00fcr die P\u00e4dagogik. Zeitschrift f\u00fcr P\u00e4dagogik, Heft 2, S. 223-238.<\/span><\/p>\n[\/et_pb_text][et_pb_testimonial portrait_url=&#8220;https:\/\/www.phase-6.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Carla-Edited.jpg&#8220; quote_icon_color=&#8220;#fc7c00&#8243; quote_icon_background_color=&#8220;#ffffff&#8220; portrait_width=&#8220;100&#8243; portrait_height=&#8220;100&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; body_text_color=&#8220;#5e5e5d&#8220; body_line_height=&#8220;1.2em&#8220; background_color=&#8220;#f2f4f4&#8243; custom_margin=&#8220;2px|8px|2px|8px&#8220; custom_padding=&#8220;15px|2px|5px|2px&#8220; body_line_height_tablet=&#8220;&#8220; body_line_height_phone=&#8220;&#8220; body_line_height_last_edited=&#8220;on|&#8220; border_radii_portrait=&#8220;on|80px|80px|80px|80px&#8220; border_color=&#8220;#fc7c00&#8243; border_style=&#8220;solid&#8220; portrait_border_radius=&#8220;80&#8243; saved_tabs=&#8220;all&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]\n<p><strong><span style=\"color: #fc7c00;\">Autorin: Carla<\/span><\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Als Lehramtsanw\u00e4rterin arbeite ich an einer Berliner Grundschule und verfasse seit 2018 regelm\u00e4\u00dfig Artikel f\u00fcr das <a href=\"https:\/\/www.phase-6.de\/magazin\/fuer-lehrkraefte\/\"><span style=\"color: #fc7c00;\">Magazin f\u00fcr Lehrkr\u00e4fte<\/span><\/a> sowie das\u00a0<a href=\"https:\/\/www.phase-6.de\/magazin\/\"><span style=\"color: #fc7c00;\">phase6 Magazin<\/span><\/a>. Dort widme ich mich mit besonderer Vorliebe spannenden Themen der p\u00e4dagogischen Psychologie in Theorie und Praxis. <\/span><span style=\"font-weight: 400;\">In meinen aktuellen Erfahrungsberichten zum Referendariat erz\u00e4hle ich in von den H\u00f6hen und Tiefen des schulischen Alltags als angehende Lehrkraft und teile hilfreiche Ratschl\u00e4ge und Tipps von erfahrenen Fachkr\u00e4ften und Seminarleitenden.\u00a0\u00a0<\/span><\/p>\n[\/et_pb_testimonial][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unsere \u00dcberzeugungen haben einen entscheidenden Einfluss auf unsere Leistung. Erfahre, wie sich unsere Einstellungen auf unsere Handlungen, Lernprozesse und unser Selbstkonzept auswirken und wie du die Entwicklung positiver Mindsets f\u00f6rdern kannst.<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":6457,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_yoast_wpseo_focuskw":"Mindset","_yoast_wpseo_title":"","_yoast_wpseo_metadesc":"Welchen Einfluss haben unsere Gedanken auf unsere zuk\u00fcnftigen Ziele und Erfolge? K\u00f6nnen wir unseren Lernerfolg steuern, indem wir unser Mindset \u00e4ndern?","_yoast_wpseo_canonical":"","_yoast_wpseo_opengraph-title":"","_yoast_wpseo_opengraph-description":"","_et_pb_use_builder":"on","_et_pb_old_content":"<p><a name=\"teil1\"><\/a><\/p><p style=\"text-align: left;\">[su_spoiler title=\"Inhalt des Beitrags\" icon=\"arrow\"] <a href=\"#teil1\">Teil 1: Einstellungen beeinflussen unsere Leistung<\/a><\/p><p style=\"text-align: left;\"><a href=\"#teil2\">Teil 2: Die Macht des Selbstkonzepts<\/a><\/p><p style=\"text-align: left;\"><a href=\"#teil3\">Teil 3: F\u00f6rderungsm\u00f6glichkeiten<\/a> [\/su_spoiler]<\/p><h2 style=\"text-align: left;\">Einstellungen beeinflussen unsere Leistung<\/h2><p><em>\u201cYou can make it happen - you can make it real!\u201d<\/em> - Wir m\u00fcssen nur fest genug an uns glauben, dann k\u00f6nnen wir alles erreichen! Ist das so? Die Forschung sagt: Ja, unter gewissen Bedingungen\u2026<\/p><p>Unser Geist ist ein m\u00e4chtiges Werkzeug. Einige der \u00dcberzeugungen und Einstellungen, welche wir uns im Laufe unseres Lebens aneignen, scheinen gr\u00f6\u00dfere Effekte auf unsere Motivation, Leistungen und Erfolgswahrscheinlichkeiten zu haben, als so mancher glauben mag. Jene <strong>Mindsets<\/strong>, die wir meist unterbewusst konstruieren und verfeinern, k\u00f6nnen uns auf gewisse Art und Weise \u201clenken\u201d. Sie fungieren sozusagen als implizite Wegweiser f\u00fcr unsere Emotionen und Gedanken, welche wiederum unsere Handlungen beeinflussen.<\/p><p>Die Kraft der Gedanken und das mentale Setting, welches wir uns konstruieren, sorgen beispielsweise daf\u00fcr, dass es einigen Patienten nach der Einnahme eines Placebo-Medikaments tats\u00e4chlich nachweislich besser geht. Der Placebo-Effekt beruht auf psychologischen Mechanismen. Alle wirksamen Effekte der eigentlich wirkungslosen Medikamente auf Testpersonen verschiedenster Studien sind mit dem blo\u00dfen Glauben an die Wirksamkeit bestimmter Ma\u00dfnahmen zu erkl\u00e4ren. Waren die Testpersonen von der heilenden Wirkung \u00fcberzeugt, war die Wahrscheinlichkeit sehr gro\u00df, dass die gew\u00fcnschte Wirkung tats\u00e4chlich eintrat. Die feinen Komponenten unserer Psyche k\u00f6nnen also eine starke Wirkung auf unsere Physis haben. <strong>So beeinflussen \u00dcberzeugungen unsere Wahrnehmung<\/strong>, unser Realit\u00e4tserleben.\u00a0[1]<\/p><p>Wie unsere individuellen Mindsets in verschiedenen Bereichen aussehen und aus welchen Eindr\u00fccken und Erfahrungen sie sich sukzessive zusammengesetzt haben, k\u00f6nnen wir in den meisten F\u00e4llen nicht genau rekonstruieren. Oder k\u00f6nntest du genau erkl\u00e4ren, warum du einfach keine kreative Ader oder es nicht so mit dem logischen Denken hast? Der Aneignungsprozess l\u00e4uft unterbewusst ab und ist demzufolge nahezu unkontrollierbar. Es sind Sinneseindr\u00fccke unserer Umgebung und Erfahrungen mit unserem sozialen Umfeld, die unsere Einstellungen, unser Selbstkonzept und unsere Zielsetzungen pr\u00e4gen. Und es sind auch jene Einfl\u00fcsse, die unsere <strong>Intelligenz<\/strong> beeinflussen k\u00f6nnen. Noch klingt das alles recht abstrakt und wenig greifbar. Gehen wir also in die Tiefe: Wie wirken sich unsere Mindsets genau auf unsere zuk\u00fcnftigen Ziele und Leistungen aus? Und k\u00f6nnen wir diese unterbewussten Prozesse vielleicht doch steuern?<\/p><h3>Selbstversuch<\/h3><p>Machen wir zun\u00e4chst einen kurzen Selbstversuch.\u00a0Nimm dir einen Zettel und einen Stift zur Hand, damit du dir deine Antworten nicht merken musst. Los geht\u2019s:<\/p><p>Denke an deine eigene Schulzeit zur\u00fcck. Stelle dir zun\u00e4chst ein Schulfach vor, das du <em>gar nicht mochtest<\/em> und in dem du viele <em>Misserfolgserlebnisse<\/em> hattest. Beantworte, inwieweit die folgenden Aussagen auf dich in diesem Schulfach zutrafen und notiere dir deine Antworten.<\/p><p><img class=\"wp-image-2249 alignright\" src=\"https:\/\/www.phase-6.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Artikel6-2-300x225.jpg\" alt=\"Verzweifelter Sch\u00fcler \u00fcber Schulb\u00fcchern\" width=\"301\" height=\"226\" \/> <strong>\u201cIn diesem Fach ging es mir darum\u2026\u201d<\/strong><\/p><ol><li><span style=\"font-weight: 400;\"> neue Ideen zu bekommen <\/span><\/li><li><span style=\"font-weight: 400;\"> nicht durch dumme Fragen aufzufallen <\/span><\/li><li><span style=\"font-weight: 400;\"> keine falschen Antworten auf Fragen zu geben <\/span><\/li><li><span style=\"font-weight: 400;\"> so viel wie m\u00f6glich zu lernen <\/span><\/li><li><span style=\"font-weight: 400;\"> Aufgaben zu vermeiden, bei denen sich herausstellen k\u00f6nnte, dass ich schlechter bin als andere <\/span><\/li><li><span style=\"font-weight: 400;\"> etwas Interessantes zu lernen<\/span><\/li><\/ol><p>[1= trifft \u00fcberhaupt nicht zu; 5= trifft v\u00f6llig zu]<\/p><p>\u00a0<\/p><p>Stelle dir nun ein Fach aus der Schule vor, das du<em> sehr gerne mochtest<\/em> und in dem du viele <em>Erfolgserlebnisse<\/em> hattest. Beantworte wiederum, inwieweit die sechs Aussagen auf dich in diesem Schulfach zutrafen und notiere deine Antworten.<\/p><p><img class=\"size-medium wp-image-2251 alignright\" src=\"https:\/\/www.phase-6.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Artikel6-3-1-300x225.jpg\" alt=\"Sch\u00fclerin ist begeistert von Chemie\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/p><p><strong>\u201cIn diesem Fach ging es mir darum\u2026\u201d<\/strong><\/p><ol><li><span style=\"font-weight: 400;\"> neue Ideen zu bekommen <\/span><\/li><li><span style=\"font-weight: 400;\"> nicht durch dumme Fragen aufzufallen <\/span><\/li><li><span style=\"font-weight: 400;\"> keine falschen Antworten auf Fragen zu geben <\/span><\/li><li><span style=\"font-weight: 400;\"> so viel wie m\u00f6glich zu lernen <\/span><\/li><li><span style=\"font-weight: 400;\"> Aufgaben zu vermeiden, bei denen sich herausstellen k\u00f6nnte, dass ich schlechter bin als andere <\/span><\/li><li><span style=\"font-weight: 400;\"> etwas Interessantes zu lernen<\/span><\/li><\/ol><p>[1= trifft \u00fcberhaupt nicht zu; 5= trifft v\u00f6llig zu]<\/p><h4>\u00a0<\/h4><h4>Gibt es Unterschiede darin, wie du beide Fragensets beantwortet hast?<\/h4><p>Wahrscheinlich ist:<\/p><p>\u2022 In einem Fach, das wir mit Misserfolgen verbinden, entwickeln wir eher eine <strong>Leistungszielorientierung<\/strong> (zeigt sich in der Zustimmung zu den Fragen 2., 3., 5.).<\/p><p>\u2022 In einem Fach, das wir mit Erfolgen verbinden, entwickeln wir eher eine <strong>Lernzielorientierung<\/strong> (zeigt sich in der Zustimmung zu den Fragen 1., 4. und 6.).<\/p><p>Jene Zielorientierungen lassen sich von den gew\u00e4hlten Schulf\u00e4chern im Selbstversuch auch auf Ziele im allt\u00e4glichen oder beruflichen Leben \u00fcbertragen. Sie k\u00f6nnen Aufschluss \u00fcber unsere Einstellungen, Selbstkonzepte und zuk\u00fcnftige Leistungen in unterschiedlichen Dom\u00e4nen geben. Und sie verraten uns, dass Talent und Begabung f\u00fcr das Erlernen von F\u00e4higkeiten nicht allein ausschlaggebend sind.\u00a0[2]<\/p><h3>Mindsets und Zielsetzungen<\/h3><p>Eine Zielorientierung macht sich in verschiedenen Bereichen bemerkbar. Dazu z\u00e4hlt unter anderem das pers\u00f6nliche Ziel, welches wir mit einer bestimmten Handlung verfolgen (siehe Selbstversuch) und die Reaktion auf bzw. die Einstellung zu R\u00fcckmeldungen zu unseren Leistungen (wie beispielsweise ein Feedback vom Chef oder den Kollegen). Weiterhin spielt die Bezugsgruppe, mit der wir uns vergleichen oder verglichen werden eine gro\u00dfe Rolle. Zu guter Letzt hat unser pers\u00f6nliches Verst\u00e4ndnis von Intelligenz und F\u00e4higkeiten nachgewiesenen Einfluss auf unsere Leistung und Motivation.<\/p><h4>Wo hast du eine Lernzielorientierung entwickelt?<\/h4><p>Bist du auf einem bestimmten Gebiet eher lernzielorientiert, hast du dir bei der Durchf\u00fchrung von Handlungen (Aufgabenerledigungen etc.) deinen pers\u00f6nlichen Lernzuwachs und deine Kompetenzsteigerung zum Ziel gesetzt. Es ist also deine Priorit\u00e4t, aus bestimmten (zweckm\u00e4\u00dfigen) T\u00e4tigkeiten etwas Lehrreiches mitzunehmen - auch, wenn das bedeuten k\u00f6nnte, Fehler zu machen oder R\u00fcckschl\u00e4ge zu erleben. R\u00fcckmeldungen zu deinen Leistungen empfindest du als wertvolle Information, die f\u00fcr deinen Lernzuwachs gro\u00dfe Relevanz haben kann. Ein konstruktives Feedback betrachtest du demnach als willkommene Lerngelegenheit. <img class=\" wp-image-2252 alignright\" src=\"https:\/\/www.phase-6.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Artikel6-4-300x225.jpg\" alt=\"Mann malt eine Steigerungskurve\" width=\"331\" height=\"248\" \/><\/p><p>Bei einer lernzielorientierten Selbstbewertung deiner eigenen Leistung setzt du den Bewertungsma\u00dfstab vornehmlich bei dir selbst oder offiziellen Kriterien an. Du vergleichst deine Leistung also entweder mit deiner eigenen Lernentwicklung (<em>\u201cIm Vergleich zu meinen bisherigen Leistungen in diesem Bereich habe ich mich verbessert \/ verschlechtert.\u201d<\/em>) oder du hast die M\u00f6glichkeit, dich an allgemeinen G\u00fctekriterien zu messen, wenn du beispielsweise einen Leistungstest absolviert hast und dein Testergebnis im Vergleich zur erreichbaren H\u00f6chstpunktzahl betrachtest. <strong>F\u00e4higkeiten und Intelligenz erlebst du als ver\u00e4nderbar<\/strong> und du bist \u00fcberzeugt von der Annahme, dass sich F\u00e4higkeiten durch regelm\u00e4\u00dfiges Lernen stark entwickeln k\u00f6nnen (z.B. Zeichnen lernen durch regelm\u00e4\u00dfiges \u00dcben, Teilnahme an Malkursen, Workshops etc.).<\/p><p>Du siehst, eine Lernzielorientierung skizziert das absolute Optimum f\u00fcr jegliche Lernprozesse. Der Lernende ist intrinsisch motiviert und geht optimistisch an neue Themen und Herausforderungen heran. Die Informationsverarbeitung gelingt aufmerksam, effektiv und langfristig mit Aussicht auf Erfolg. Doch w\u00e4re es utopisch anzunehmen, dass ein Mensch in allen Bereichen des Lebens so positiv agiert. In jedem von uns steckt auch das negative Pendant: die Leistungszielorientierung.<\/p><h4>In welchen Bereichen bist du eher leistungszielorientiert?<\/h4><p>Eine Leistungszielorientierung macht sich durch gegens\u00e4tzliche Wahrnehmungen bemerkbar. Bist du in einem bestimmten Bereich eher leistungszielorientiert, liegt deine prim\u00e4re Lernintention darin, dein K\u00f6nnen vor anderen entweder zu demonstrieren oder aber dein Nichtk\u00f6nnen zu verbergen, um sich einer eventuellen Blo\u00dfstellung zu entziehen. Dein pers\u00f6nlicher Lernzuwachs spielt hier kaum eine Rolle. Ein bekanntes Beispiel aus der Schule ist unter anderem das sogenannte \u201cBulimie-Lernen\u201d: Das n\u00f6tige Wissen f\u00fcr einen Test wird innerhalb k\u00fcrzester Zeit auswendig gelernt (\u2018hineingestopft\u2019), w\u00e4hrend der Pr\u00fcfung \u2018ausgespuckt\u2019 und danach meist sofort wieder vergessen. Eine sehr ineffektive und oberfl\u00e4chliche Art zu lernen, mit der allerdings viele Lernende an Schulen und Universit\u00e4ten ihre Leistungstests bestreiten. Das ist angesichts der mitunter gigantischen Mengen an Lernstoff und den hohen Leistungsanforderungen auch nicht verwunderlich. Es herrscht oft ein gewaltiger Konflikt zwischen den voraussprintenden Bildungsanspr\u00fcchen und dem eigentlich langwierigen Prozess des tiefergreifenden Lernens.<\/p><p><img class=\" wp-image-2253 alignleft\" src=\"https:\/\/www.phase-6.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Artikel6-5-300x225.jpg\" alt=\"Mann schaut bei Konkurrenz auf den Bildschirm\" width=\"325\" height=\"244\" \/><\/p><p>Zur\u00fcck zu den Zielorientierungen. Dort, wo du eine Leistungszielorientierung entwickelt hast, liegt der Ma\u00dfstab f\u00fcr deine Selbstbewertung nicht bei deiner eigenen Entwicklung, sondern bei den Leistungen der Menschen in deiner jeweiligen Bezugsgruppe. So misst du deine Leistungen in deinem Arbeitsumfeld beispielsweise an denen deiner Kollegen. Oder bewertest deine schulischen Leistungen lediglich im Vergleich zu den Noten deiner Mitsch\u00fcler. Diese soziale Bezugsnorm sorgt daf\u00fcr, dass Konkurrenzdenken beg\u00fcnstigt wird, was f\u00fcr die Leistungsmotivation nicht per se schlecht ist. Sie sorgt aber auch daf\u00fcr, dass du dir <strong>unrealistische Ziele<\/strong> setzt, da du lediglich F\u00e4higkeitsunterschiede zwischen dir und anderen fokussierst, anstelle deiner eigenen Entwicklung.<\/p><p>Dort, wo du leistungszielorientiert handelst, erlebst du Feedback zu deinen Leistungen h\u00e4ufig als bedrohlich, was mit deiner Einstellung zu deinen eigenen F\u00e4higkeiten auf einem bestimmten Gebiet einhergeht. Diese empfindest du mit einer Leistungszielorientierung n\u00e4mlich als <strong>statisch, als nicht ver\u00e4nderbar.<\/strong> <img class=\"size-medium wp-image-2255 alignright\" src=\"https:\/\/www.phase-6.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Artikel6-6-300x225.jpg\" alt=\"Mann f\u00fchlt sich hilflos und schwach\" width=\"300\" height=\"225\" \/> Hast du dich beispielsweise schon einmal dabei erwischt, S\u00e4tze wie<em> \u201cIch bin einfach nicht gut darin.\u201d<\/em>; <em>\u201cIch bin zu dumm daf\u00fcr.\u201d<\/em> oder <em>\u201cIch werde das nie lernen.\u201d<\/em> gesagt zu haben? Das kommt vor und resultiert meist aus fehlendem Interesse f\u00fcr eine bestimmte T\u00e4tigkeit. Demnach sind oft keine tiefgreifenden Folgen zu erwarten. Hast du jene negativen Mantras allerdings verinnerlicht und noch dazu in einem Bereich, der dich eigentlich interessiert oder dessen Beherrschung f\u00fcr deine Position von N\u00f6ten ist, k\u00f6nnen die Folgen weitreichend sein. Sie reichen in dem Fall von der Stagnation deiner F\u00e4higkeiten \u00fcber sich h\u00e4ufende Misserfolge bis hin zur <strong>Sch\u00e4digung deines Selbstwertgef\u00fchls<\/strong> und - im schlimmsten Fall - damit einhergehenden Depressionen und gef\u00fchlter Hilflosigkeit.<\/p><h3>Erfolg oder Misserfolg, das ist hier die Frage...<\/h3><p>Grunds\u00e4tzlich tragen alle Menschen beide Arten der Zielorientierung in sich. Wie pr\u00e4sent welche Orientierung ist und wie stark sie sich die Effekte bemerkbar machen, variiert je nach Fachbereich bzw. T\u00e4tigkeitsfeld. Zielorientierungen entstehen nicht aus dem Nichts. Sie sind - wie die meisten unserer Einstellungen - erfahrungsbasiert und durch positive oder negative Emotionen gepr\u00e4gt. Aus (leistungsbezogenen) Erfahrungen konstruieren wir uns allm\u00e4hlich unser Selbstkonzept eigener F\u00e4higkeiten. Der springende Punkt f\u00fcr unsere Selbstbewertung ist die Attribution der Ereignisse, also unsere <strong>Annahmen \u00fcber m\u00f6gliche Ursachen unserer Erfolge oder Misserfolge<\/strong>. Auch diese Annahmen und \u00dcberzeugungen flie\u00dfen direkt in unser Selbstkonzept ein. Jenes Selbstkonzept hat wiederum einen weitl\u00e4ufig untersch\u00e4tzten Einfluss auf unsere Erfolge oder Misserfolge - sei es im Kontext der Arbeit, der Schule oder des Alltags. <a style=\"margin-bottom: 7rem; display: block;\" name=\"teil2\"><\/a><\/p><h3>Die Macht des Selbstkonzepts<\/h3><p>Das Selbstkonzept ist sozusagen ein inneres Abbild der eigenen Person. Es wird sowohl durch Introspektion (Selbstbeobachtung) als auch durch die Interaktion mit anderen erworben. Unser Selbstkonzept ist kein einheitliches Konstrukt, sondern beinhaltet mehrere Dimensionen. Dazu z\u00e4hlt beispielsweise das akademische Selbstkonzept, also das Selbstbild, welches wir im Bezug auf schulische F\u00e4higkeiten entwickeln. Au\u00dferdem kommen noch das soziale, emotionale und physische Selbstkonzept hinzu. Es spielen also mehrere Ebenen eine Rolle, die sich untereinander nicht klar voneinander abgrenzen lassen. Stell dir vor, du legst eine Tabelle an, auf der du in der linken Spalte deine St\u00e4rken und rechts deine Schw\u00e4chen notierst. Versuche dabei alle vier Ebenen - also akademisch, sozial, emotional und physisch - so detailgetreu wie m\u00f6glich zu betrachten und aufzugliedern. Die fertige Tabelle spiegelt sozusagen dein Selbstkonzept wieder, wenn auch nur grob skizziert. Neben der Intelligenz und spezifischem Vorwissen ist unser Selbstkonzept laut den Wissenschaftlern Marsh und Craven einer der wichtigsten Pr\u00e4diktoren f\u00fcr (schulische und berufliche) Leistungen. [3]<\/p><p>Unser Selbstbild hat demnach gr\u00f6\u00dfere Effekte auf die Leistungsmotivation und zuk\u00fcnftige Erfolge bzw. Misserfolge als Noten oder sonstige Leistungsbeurteilungen von au\u00dfen.<\/p><p><img class=\"size-medium wp-image-2284 alignleft\" src=\"https:\/\/www.phase-6.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/A6-Teil-2-1-300x200.jpg\" alt=\"Mann malt sich selbst aus\" width=\"300\" height=\"200\" \/>Das legt die Schlussfolgerung nahe, dass wir unsere Leistungsentwicklung selbst in der Hand haben und h\u00f6chst pers\u00f6nlich an unseren Einstellungen arbeiten k\u00f6nnen. Die oben erl\u00e4uterten Zielorientierungen h\u00e4ngen sehr eng mit unserem Selbstkonzept zusammen. Sie stehen sozusagen in einer st\u00e4ndigen Wechselwirkung zueinander und beeinflussen sich gegenseitig. So wie unsere Zielorientierungen weist das Selbstkonzept - je nach Bereich oder T\u00e4tigkeit - ambivalente Z\u00fcge auf. Pauschal l\u00e4sst sich sagen, dass ein positives Selbstkonzept Hand in Hand mit einer (optimalen) Lernzielorientierung geht, w\u00e4hrend sich ein negatives Selbstkonzept in Bereichen mit einer Leistungszielorientierung bemerkbar macht. Die Psychologin Carol Dweck spricht in diesen F\u00e4llen von <strong>\u201cGrowth Mindsets\u201d<\/strong> (zu deutsch: dynamisches Selbstbild) und <strong>\u201cFixed Mindsets\u201d<\/strong> (zu deutsch: statisches Selbstbild). Mit ihrer Forschung zu Theorien \u00fcber die Ver\u00e4nderbarkeit von Intelligenz und F\u00e4higkeiten sorgte sie vor einigen Jahren f\u00fcr Aufsehen.<\/p><h4>[su_table responsive=\"yes\"]\u00a0Zwei Mindset-Kategorien<\/h4><table style=\"height: 683px;\" width=\"732\"><tbody><tr><td>\u00a0<\/td><td><strong>Fixed Mindsets\u00a0<\/strong>\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 (statisches Selbstbild)<\/td><td><strong>Growth Mindsets<\/strong> (dynamisches Selbstbild)<\/td><\/tr><tr><td><strong>Definition<\/strong><\/td><td>Glaube, dass Intelligenz und F\u00e4higkeiten angeboren und durch genetische Faktoren festgelegt sind.<\/td><td>Glaube, dass Intelligenz und F\u00e4higkeiten flexibel sind und sich durch \u00dcben ver\u00e4ndern und entwickeln k\u00f6nnen.<\/td><\/tr><tr><td><strong>F\u00e4higkeiten & Intelligenz<\/strong><\/td><td>...sind <em>nicht<\/em> ver\u00e4nderbar.<\/td><td>...sind ver\u00e4nderbar.<\/td><\/tr><tr><td><strong>Zielorientierung<\/strong><\/td><td>Leistungszielorientierung<\/td><td>Lernzielorientierung<\/td><\/tr><tr><td><strong>Erfolgsorientierung<\/strong><\/td><td>Misserfolgsorientierung: Misserfolge werden als wahrscheinlicher erachtet als Erfolge.<\/td><td>Erfolgsorientierung: Erfolge werden als wahrscheinlicher erachtet als Misserfolge.<\/td><\/tr><tr><td><strong>Risikowahl<\/strong><\/td><td>zu leichte oder zu schwere Aufgaben - unrealistische Selbsteinsch\u00e4tzung<\/td><td>mittelschwere Aufgaben\/Herausforderungen - realistische Selbsteinsch\u00e4tzung<\/td><\/tr><tr><td><strong>Erfolge & Misserfolge<\/strong><\/td><td>...werden auf eigene, nicht ver\u00e4nderbare F\u00e4higkeiten zur\u00fcckgef\u00fchrt: <em>\"Ich kann das einfach nicht.\"<\/em><\/td><td>...werden auf die eigene Anstrengung zur\u00fcckgef\u00fchrt: <em>\"Ich habe mich nicht gen\u00fcgend angestrengt.\"<\/em><\/td><\/tr><tr><td><strong>Motivation<\/strong><\/td><td>...sinkt und kann zu Resignation f\u00fchren.<\/td><td>...steigt mit zunehmenden Herausforderungen.<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><h3>\u00a0<\/h3><h3>Carol Dwecks Mindset-Studie<\/h3><p>Dweck und ihre Kollegen wollten herausfinden, welchen Einfluss R\u00fcckmeldungen und Lob auf die Leistungsentwicklung von Kindern haben. An der Studie nahmen insgesamt 400 Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler aus unterschiedlichen Teilen der USA teil. Insgesamt mussten alle Teilnehmer vier verschiedene Tests absolvieren, zu welchen sie jeweils unterschiedliche Formen von R\u00fcckmeldungen erhielten.<\/p><h4>Erste Testphase<\/h4><p>Zu Beginn machten alle Kinder unter gleichen Voraussetzungen den gleichen Test - einen sehr einfachen, nonverbalen IQ-Test mit insgesamt 10 Fragen. Nach der Beantwortung der Fragen wurden die Kinder auf zwei verschiedene Arten gelobt: Die erste Gruppe wurde f\u00fcr ihre Intelligenz gelobt (<em>\u201cSuper! Du scheinst sehr clever zu sein!\u201d<\/em>). Die zweite Gruppe wurde hingegen ihre Anstrengung gelobt (<em>\u201cSuper! Du scheinst dich sehr angestrengt zu haben!\u201d<\/em>).<\/p><h4>Zweite Testphase<\/h4><p>Im Anschluss erhielten beide Gruppen zwei Optionen f\u00fcr den n\u00e4chsten Test. Die Kinder konnten nun zwischen einer leichten und einer schwereren Testvariante w\u00e4hlen. Sie mussten sich also entscheiden, ob sie die schwierige Version ausprobieren m\u00f6chten, welche, wie man ihnen mitteilte, eine tolle Lerngelegenheit bieten k\u00f6nne, oder ob sie mit der einfachen Version weitermachen m\u00f6chten, welche einen ebenso niedrigen Schwierigkeitsgrad aufwies wie der IQ-Test zu Beginn und den Kindern versicherte, dass sie einen guten Job machen w\u00fcrden.<\/p><p><img class=\" wp-image-2289 alignright\" src=\"https:\/\/www.phase-6.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/rendered-300x300.jpg\" alt=\"Entscheidung zwischen kurviger und gerader Strecke\" width=\"289\" height=\"289\" \/><\/p><p>67% der ersten Gruppe, welche nach dem ersten Test f\u00fcr ihre Intelligenz gelobt wurde, entschieden sich f\u00fcr die einfachere Testvariante. Bei der Gruppe, die Lob f\u00fcr ihre Anstrengung erhielten, entschieden dagegen 92% f\u00fcr den schwereren Test. Ein \u00fcberraschend eindeutiges Ergebnis! Die Art, wie die Kinder im Anschluss an den Eingangstest gelobt wurden, hatte offensichtlich extrem <strong>starke Effekte auf die Risikowahl<\/strong> f\u00fcr den Anschlusstest. Wie l\u00e4sst sich dieser Effekt erkl\u00e4ren? Carol Dweck skizziert es so:<\/p><p><em>\u201cDas Kind oder der Erwachsene h\u00f6rt: \u2018Oh, du denkst, ich sei sehr clever und talentiert. Deswegen bewunderst du mich, deswegen sch\u00e4tzt du mich. Ich tue lieber nichts, was diese Einsch\u00e4tzung gef\u00e4hrden oder widerlegen k\u00f6nnte\u2019. Folglich entwickeln diese Kinder ein Fixed Mindset, sie gehen auf Nummer sicher in zuk\u00fcnftigen Entscheidungen und verhindern damit die Weiterentwicklung ihres Talents.\u201d<\/em> [4]<\/p><h4>Dritte Testphase<\/h4><p>Der dritte Test, der den Teilnehmern vorgelegt wurde, hatte ein so hohes Anforderungsniveau, dass die Kinder die Aufgaben mit gro\u00dfer Wahrscheinlichkeit nicht l\u00f6sen konnten. Dweck und ihre Kollegen wollten in dieser Testphase herausfinden, wie die zwei verschiedenen Teilnehmergruppen an jene Herausforderung herangehen w\u00fcrden. Es zeigte sich, dass die erste Gruppe, welche intelligenz- bzw. f\u00e4higkeitsbezogenes Lob bekam, schnell frustriert war und die Bearbeitung des Tests fr\u00fch aufgab. Die zweite Gruppe, die anstrengungsbezogenes Lob erhielt, zeigte in diesem Test eine signifikant h\u00f6here Anstrengungsbereitschaft sowie -ausdauer und hatte weiterhin mehr Spa\u00df an der Bearbeitung des Tests als die andere Gruppe. Zudem gab die zweite Gruppe an, auch zu Hause mit solchen Aufgaben arbeiten zu wollen, w\u00e4hrend die erste Gruppe wenig bis kein weiterf\u00fchrendes Interesse zeigte.<\/p><h4>Vierte Testphase<\/h4><p>Der finale Test f\u00fcr die Studienteilnehmer \u00e4hnelte in Aufbau und Schwierigkeitsgrad stark dem einfachen Test zu Beginn. Die Leistungen dieser letzten Testphase wurden anschlie\u00dfend mit denen des ersten Tests verglichen und die finalen Ergebnisse fielen erneut \u00fcberraschend aussagekr\u00e4ftig aus: Die durchschnittliche Leistung der Gruppe, die im Vorfeld f\u00fcr ihre Intelligenz gelobt wurde, sankt im Vergleich zum ersten Test um 20 Prozent. Das mittlere Leistungsniveau der zweiten, f\u00fcr ihre Anstrengung gelobten Gruppe, stieg dagegen um ganze 30 Prozent an. Das ist ein <strong>Leistungsunterschied von betr\u00e4chtlichen 50 Prozent<\/strong>, der im unmittelbaren Zusammenhang mit unterschiedlichen Arten von R\u00fcckmeldungen und Lob zu stehen scheint.<\/p><h3>Fazit<\/h3><p>Die Erkenntnisse aus der Mindset-Forschung zeigen in aller Deutlichkeit, dass Motivation und Erfolg beeinflussbar sind. Und sie verdeutlichen die Macht, die R\u00fcckmeldungen \u00fcber unsere Leistungen f\u00fcr zuk\u00fcnftige Erfolge oder Misserfolge haben k\u00f6nnen. <img class=\" wp-image-2290 alignleft\" src=\"https:\/\/www.phase-6.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/rendered-1-300x300.jpg\" alt=\"H\u00e4nde halten verschiedene Feedback-Karten hoch\" width=\"291\" height=\"291\" \/> Loben wir jemanden f\u00fcr sein Talent, seine F\u00e4higkeiten oder seine Intelligenz, sorgen wir wom\u00f6glich daf\u00fcr, dass unser Gegen\u00fcber einen suboptimalen Lernweg einschl\u00e4gt. Ein solches Lob kann unmittelbar zu einer Leistungszielorientierung f\u00fchren, die nicht mehr unsere eigene Entwicklung im Fokus hat, sondern lediglich darauf bedacht ist, \u2018irgendwie durchzukommen\u2019 und blo\u00df nicht negativ aufzufallen. Dadurch verliert sich der Blick f\u00fcr neue Lernchancen sowie der Mut, sich Herausforderungen zu stellen. Und die gr\u00f6\u00dfte Gefahr, die von f\u00e4higkeitsbezogenem Lob ausgeht, scheint die unmittelbare M\u00fcndung in eine <strong>unrealistische Zielsetzung und Selbsteinsch\u00e4tzung<\/strong> zu sein. Diese kann mitunter negative Gef\u00fchle von Hilflosigkeit und Verzweiflung (<em>\u201cIch werde das nie schaffen!\u201d<\/em>) sowie von Resignation und depressiver Verstimmung (<em>\u201cAlles, was ich tue, ist ohnehin sinnlos, wozu \u00fcberhaupt versuchen?\u201d<\/em>) beg\u00fcnstigen. Eine Person, die diese Art zu denken verinnerlicht hat, wird schnell zur Hauptfigur einer selbsterf\u00fcllenden Prophezeiung.<\/p><p>F\u00fchren wir die Erfolge oder Misserfolge allerdings auf Bem\u00fchung, Anstrengung und Hingabe zur\u00fcck, k\u00f6nnen wir daraus offensichtlich ungeahntes Potenzial sch\u00f6pfen, welches auch au\u00dferhalb von schulischen oder beruflichen Lernprozessen zum Tragen kommt.<\/p><h3>M\u00f6ge die Macht mit uns sein...<\/h3><p>Die Macht der Wortwahl und Attributionen obliegt im Grunde genommen jeder einzelnen Person auf dieser Welt. Speziell f\u00fcr Kinder sind die Forschungserkenntnisse nat\u00fcrlich von besonderer Relevanz. Ihre Schulleistungen und -erfolge entscheiden ma\u00dfgeblich \u00fcber ihre weitere Entwicklung im Leben und bestimmen schon in jungen Jahren \u00fcber Zukunftsperspektiven. Ein Growth Mindset sollte sich so fr\u00fch wie m\u00f6glich entwickeln k\u00f6nnen und die Weichen daf\u00fcr m\u00fcssen fr\u00fchzeitig gestellt werden. Der massive Einfluss der Mindsets betrifft Motivation, Willenskraft und Durchhalteverm\u00f6gen - Attribute, die nicht nur w\u00e4hrend der Schullaufbahn einen hohen Stellenwert besitzen, sondern weit dar\u00fcber hinaus. <img class=\" wp-image-2291 alignright\" src=\"https:\/\/www.phase-6.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/A6-Teil-2-6-300x300.jpg\" alt=\"Gehirn wird wie ein Baum gegossen\" width=\"306\" height=\"306\" \/> Doch nicht nur Lehrkr\u00e4fte, P\u00e4dagogen und Eltern m\u00fcssen mit dieser Feedback-Macht verantwortungsvoll umgehen. Nicht nur Personen, die in ihrem Beruf anderen Personen R\u00fcckmeldungen geben und dadurch signifikant die Leistungsentwicklung der Mitarbeiter beeinflussen k\u00f6nnen. Wir alle tragen eine implizite Verantwortung f\u00fcr die Entwicklung unserer Mitmenschen und wir alle tragen sie explizit f\u00fcr unsere eigene Entwicklung. Jeder ist sich selbst am n\u00e4chsten und wenn jeder an sich selbst denkt, ist an alle gedacht - so sagt man. Kein schlechter Ansatz f\u00fcr die selbstst\u00e4ndige F\u00f6rderung einer positiven, geistigen Entwicklung. Wie k\u00f6nnen wir die Entwicklung von Growth Mindsets nun konkret f\u00f6rdern?<a style=\"margin-bottom: 7rem; display: block;\" name=\"teil3\"><\/a><\/p><h3>F\u00f6rderungsm\u00f6glichkeiten<\/h3><p>Der Mindset-Forschung zufolge ist ein Growth Mindset erstrebenswert, da es die optimale motivationale Basis f\u00fcr jegliche Lernprozesse bildet und zus\u00e4tzlich die Chance auf langfristiges Lerninteresse erh\u00f6ht. Und dieses Interesse ist wiederum der Dreh- und Angelpunkt f\u00fcr unsere zuk\u00fcnftige Motivation und Willenskraft. Unsere \u00dcberzeugungen, welche in stetigem Kontakt mit unserem Selbstkonzept stehen, entwickeln sich aus verschiedenen unterbewussten Eindr\u00fccken und schlagen teilweise tiefe Wurzeln. Das erschwert eine aktive Einflussnahme erheblich, macht sie aber nicht unm\u00f6glich. Ein paar wertvolle Ma\u00dfnahmen lassen sich aus der Mindset-Studie von Dweck et al. schlussfolgern, um ein positives Selbstkonzept und somit ein Growth Mindset zu f\u00f6rdern.<\/p><p><img class=\"size-medium wp-image-2348 alignleft\" src=\"https:\/\/www.phase-6.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Artikel6-Teil3-1-300x300.jpg\" alt=\"Selbstreflexion - Figur im Spiegel\" width=\"300\" height=\"300\" \/><\/p><h4>Selbstreflexion<\/h4><p>Sich selbst beobachten - leichter gesagt als getan. Das regelm\u00e4\u00dfige und kritische Reflektieren eigener Ansichten, Handlungen und Vorurteile legt den Grundstein f\u00fcr unsere pers\u00f6nliche Weiterentwicklung. Mache dir klar, welche Mindsets du selbst in unterschiedlichen Bereichen entwickelt hast und versuche, diese verwurzelten Einstellungen aufzuspalten und gegebenenfalls zu \u00fcberarbeiten. Eine solche Selbstanalyse ist jedoch immer subjektiv getr\u00fcbt, wechselhaft und garantiert nicht, dass daraus gewonnene Erkenntnisse auch in die Tat umgesetzt werden (k\u00f6nnen). Dennoch demonstriert eine stetige Selbstreflexion den Glauben an Ver\u00e4nderung und Entwicklung, der f\u00fcr das Ziel eines Growth Mindsets Voraussetzung ist.<\/p><h4>Richtig loben, um auf richtiges Lob bestehen zu k\u00f6nnen<\/h4><p>Ja, auch positive R\u00fcckmeldungen k\u00f6nnen Schaden anrichten, wenn sie \u2018falsch\u2019 formuliert werden oder sich auf die \u2018falschen\u2019 Eigenschaften beziehen. Das zeigte die Mindset-Forschung von Carol Dweck in \u00fcberraschender Deutlichkeit. Die Verhaltenspsychologie r\u00e4t dazu, Lob und Tadel sehr sparsam einzusetzen und eher auf informelles, sachliches Feedback zur\u00fcckzugreifen. Wenn du ein Lob aussprechen m\u00f6chtest, solltest du dich dabei m\u00f6glichst nicht auf die F\u00e4higkeiten des Gegen\u00fcbers beziehen, sondern auf seine Anstrengung. \u00dcbernimm diese Form der R\u00fcckmeldung gleicherma\u00dfen f\u00fcr dich selbst. F\u00fchre deine eigenen Erfolge und Misserfolge nicht auf innere Unzul\u00e4nglichkeiten deiner eigenen (kognitiven) F\u00e4higkeiten zur\u00fcck, sondern auf deine Vorbereitung und dein Engagement. Und habe den Mut, auf ein solch reflektiertes Feedback zu bestehen.<\/p><h4>Vergleiche dich \u00f6fter mit dir selbst<\/h4><p>Soziale Vergleiche, bei welchen wir unsere Wertvorstellungen, Leistungen und Verhaltensweisen mit denen unserer Mitmenschen vergleichen, sind ebenso wichtig f\u00fcr die Entwicklung unseres Selbstkonzepts wie individuelle Vergleiche, da sie uns die Identifikation mit und Abgrenzung zu anderen Menschen erm\u00f6glichen. Lass die Vergleiche mit anderen Menschen jedoch nicht dein Selbstbild dominieren, denn das f\u00fchrt zu unrealistischen Erwartungshaltungen und erh\u00f6ht damit unweigerlich die Wahrscheinlichkeit auf Misserfolge. Fokussiere stattdessen \u00f6fter deine pers\u00f6nliche Entwicklung. Denke an dich selbst vor einem Jahr - wie hast du dich seitdem in unterschiedlichen Bereichen entwickelt? Wo siehst du (positive) Ver\u00e4nderungen bei dir selbst?<\/p><h4>Fehler willkommen hei\u00dfen<\/h4><p>Fehler haben zu Unrecht einen schlechten Ruf. Jeder Lernende ist erpicht darauf, sie zu vermeiden. Dabei sind Fehler sozusagen die Voraussetzung f\u00fcr langfristiges, tiefgreifendes Lernen. Erst durch erfahrbaren Irrtum k\u00f6nnen wir unsere Fehlannahmen erkennen, revidieren und aktualisieren. Einige der gro\u00dfen Erfindungen der Menschheit sind durch die Probleml\u00f6sestrategie des Trial and Error (Versuch und Irrtum) entstanden. Fehler teilen uns unmittelbar mit, ob wir den richtigen Weg eingeschlagen haben oder gegebenenfalls die Richtung wechseln m\u00fcssen. Eine Analyse unserer Fehler hilft, \u00e4hnliche Fehler in Zukunft zu vermeiden. Zus\u00e4tzlich kann die \u00dcberwindung von Fehlern das eigene Kompetenzerleben und Selbstwirksamkeit f\u00f6rdern. Fehler sollten demnach als Lerngelegenheiten wahrgenommen werden - als Notwendigkeit f\u00fcr effektive Lernprozesse.<\/p><h4>Informiere dich \u00fcber die Plastizit\u00e4t unseres Gehirns<\/h4><p><img class=\"size-medium wp-image-2349 alignright\" src=\"https:\/\/www.phase-6.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Artikel6-Teil3-2-300x300.jpg\" alt=\"Illustration: Das Gehirn wachsen lassen\" width=\"300\" height=\"300\" \/>Unterschiedliche Menschen haben unterschiedliche Vorstellungen \u00fcber die Ver\u00e4nderbarkeit von Intelligenz und F\u00e4higkeiten. Um sich mit dem Gedanken der Ver\u00e4nderbarkeit und somit des Growth Mindsets anzufreunden, empfiehlt sich ein Blick in die neurobiologischen Rahmenbedingungen unseres Gehirns. Nach den behavioristischen und kognitionspsychologischen Theorien \u00fcber das Lernen folgte die neurobiologische Lerntheorie, welche um das Jahr 2000 und bis heute gro\u00dfe Beachtung fand. Sie bezeichnet Lernen nicht mehr nur als \u00c4nderung des Verhaltenspotentials, sondern als medizinisch belegbare Ver\u00e4nderung neuronaler Verbindungen. Neurowissenschaftler sprechen hier von \u201cPlastizit\u00e4t\u201d. Das ist die Eigenschaft, die unser Gehirn dazu bef\u00e4higt, sich <strong>lebenslang an Umweltbedingungen und Reize anzupassen<\/strong> und sich von eventuellen Sch\u00e4digungen zu erholen. Unser Gehirn ist flexibel, formbar und anpassungsf\u00e4hig. [5] Das betrifft sowohl einzelne Synapsen und Nervenzellen als auch ganze Hirnareale, welche Pers\u00f6nlichkeits- oder Verhaltens\u00e4nderungen mit sich bringen k\u00f6nnen. Es gibt Studien (wie die des Intelligenzforschers Siegfried Lehrl), die belegen, dass der IQ von Schulkindern in den Sommerferien sinkt. Das gilt nicht nur f\u00fcr Schulkinder: Wenn du dich in einem dreiw\u00f6chigen Strandurlaub der puren Faulenzerei hingegeben hast, k\u00f6nnte dein IQ um etwa 20 Punkte gesunken sein. [6] Das muss dir jedoch keine Angst einjagen, denn diese und \u00e4hnliche Forschungserkenntnisse liefern weitere Best\u00e4tigungen f\u00fcr die Ver\u00e4nderbarkeit von Intelligenz. Du kannst dein vorheriges IQ-Level also auch wieder erreichen, wenn du K\u00f6rper und Gehirn wieder mehr beanspruchst.<\/p><p>Sowohl psychische als auch physische Monotonie und Langeweile kann zur Schw\u00e4chung unserer Synapsenverbindungen sorgen, da bestimmte Verbindungen und Hirnareale \u00fcber eine l\u00e4ngere Zeit nicht aktiviert und damit weniger durchblutet werden. <strong>Unser Gehirn m\u00f6chte mit Abwechslung gef\u00fcttert werden!<\/strong> Nimm zum Beispiel morgen einfach mal einen anderen Weg zur Arbeit oder koche dich mit landestypischen Gerichten durch die Weltkarte. Lass dich auf die Ideen und Vorgehensweisen anderer Leute ein und wage vielf\u00e4ltige Perspektivwechsel!<\/p><h4>Selbstwirksamkeit wahrnehmen<\/h4><p>Nach der Selbstbestimmungstheorie der amerikanischen Wissenschaftler Edward Deci und Richard Ryan gibt es drei grundlegende menschliche Bed\u00fcrfnisse, die f\u00fcr das Erlangen eines gesunden Selbstkonzepts von Wichtigkeit sind: das Erleben von Autonomie, eigener Kompetenz und sozialer Eingebundenheit. [7] Geben wir uns und anderen die Chance, jene Bed\u00fcrfnisse zu erf\u00fcllen, erfahren wir Selbstwirksamkeit. Je \u00f6fter wir wahrnehmen, dass wir mit unseren Ideen und Handlungen etwas bewirken k\u00f6nnen, desto st\u00e4rker manifestiert sich die unmittelbare Verbindung zwischen eigenen Taten und deren Konsequenzen in unseren K\u00f6pfen. So sind wir eher in der Lage, bestimmte Ereignisse auf unser Verhalten zur\u00fcckzuf\u00fchren und zu erkennen, dass Lernen ein selbstverantwortlicher Prozess ist, den wir selbst in der Hand haben und steuern k\u00f6nnen. Bei der Wahrnehmung von Selbstwirksamkeit ist es zun\u00e4chst unwichtig, <strong>wie<\/strong> wir etwas meistern. Wichtig ist, <strong>dass<\/strong> wir etwas meistern und die Konsequenz oder das Ergebnis unseres Handelns erkennen k\u00f6nnen. Beispielsweise wirkt sich das selbstst\u00e4ndige Stecken und sukzessive Abhaken kleiner Tagesziele auf der Todo-Liste f\u00f6rderlich auf unsere Selbstwirksamkeit aus. Oder eine praktische Erfahrung als Leiter einer kleinen Arbeitsgruppe (egal ob Schule oder B\u00fcro), durch welche man soziale Eingebundenheit mit dem Erleben der eigenen Kompetenz verbinden kann.<\/p><h3>Schlusswort<\/h3><p>Halten wir fest: Unsere Psyche ist ein m\u00e4chtiges Werkzeug und kann von uns und anderen stellenweise stark beeinflusst werden. Einige der Prozesse, die auf unsere Motivation, Leistung und Erfolgswahrscheinlichkeit wirken, k\u00f6nnen wir tats\u00e4chlich kontrollieren. Intelligenz ist keine statische Gr\u00f6\u00dfe und entwickelt sich kontinuierlich mit dem, was wir aufnehmen (wollen) und wie wir damit umgehen. Die Forschung suggeriert, dass wir den Glauben an unsere eigene Entwicklung ernst nehmen und uns nicht auf unseren bisherigen Leistungen ausruhen sollten.<\/p><p><img class=\"size-medium wp-image-2351 alignleft\" src=\"https:\/\/www.phase-6.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Artikel6-Teil3-3-300x300.jpg\" alt=\"Mann h\u00f6rt sich selbst mit Stethoskop ab\" width=\"300\" height=\"300\" \/>Allerdings darf man aus den genannten Forschungserkenntnissen nicht schlie\u00dfen, dass jeder ausnahmslos alles lernen kann. Eine 1,50 Meter gro\u00dfe Sportlerin wird wahrscheinlich nie so gut im Hochsprung sein wie die 1,90 Meter gro\u00dfe Konkurrenz. Manchmal sind es biologisch determinierte oder nur in minimalem Spektrum ver\u00e4nderbare Bedingungen, die uns die positive Entwicklung unserer F\u00e4higkeiten ab einem gewissen Punkt versagen - selbst, wenn wir harte Arbeit in die Entwicklung einzelner F\u00e4higkeiten investiert haben. Der gro\u00dfe Knackpunkt ist: Jeder sollte eine <strong>realistische Selbsteinsch\u00e4tzung<\/strong> entwickeln k\u00f6nnen. Jeder sollte die Chance haben, seine eigenen St\u00e4rken und Schw\u00e4chen identifizieren zu k\u00f6nnen und mit diesen angemessen umzugehen. Es ist grunds\u00e4tzlich nie falsch, wenn wir uns an etwas heranwagen, das wir noch nicht k\u00f6nnen oder wovor wir Angst haben. Probieren ging schon immer \u00fcber studieren. Haben wir allerdings gelernt, unsere Leistungen und Selbstbewertungen angemessen zu reflektieren und noch dazu das Wissen parat, dass wir Unwissenheit oder Unf\u00e4higkeit nicht allein auf angeborene Wesensz\u00fcge zur\u00fcckf\u00fchren k\u00f6nnen und sollten, ist der Weg zu einer realistischen Selbsteinsch\u00e4tzung weitestgehend geebnet. Und diese F\u00e4higkeit ist unbezahlbar f\u00fcr die Ausbildung eines gesunden, positiven Selbstkonzepts. Sie sch\u00fctzt vor Versagens\u00e4ngsten, Hilflosigkeit, Resignation und Demotivation. Sie sch\u00fctzt unsere Pers\u00f6nlichkeit vor Stillstand.<\/p><p>Quellen:<\/p><p>[<a href=\"https:\/\/www.pharmazeutische-zeitung.de\/index.php?id=4096\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">1<\/a>] Pharmazeutische Zeitung (2007): Placeboeffekt - Die Heilkraft des Nichts<\/p><p>[2] Prof. Dr. Bettina Hannover (2017\/18): Vorlesung zur Lernf\u00f6rderung und -motivation. Freie Universit\u00e4t Berlin, Institut f\u00fcr Erziehungswissenschaften und Psychologie.<\/p><p>[3] Herbert W. Marsh,\u00a0<span style=\"font-weight: 400;\">Rhonda G. Craven (2006): Reciprocal Effects of Self-Concept and Performance From a Multidimensional Perspective: Beyond Seductive Pleasure and Unidimensional Perspectives.<\/span><\/p><p>[<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=NWv1VdDeoRY\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">4<\/a>] Video-Zusammenfassung der Mindset-Studie (2014)<\/p><p>[<a href=\"https:\/\/www.mpg.de\/21486\/Neuronale_Plastizitaet\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">5<\/a>] Max Planck Institut (2010): Neuronale Plastizit\u00e4t<\/p><p>[<a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2000\/36\/Nachgefragt\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">6<\/a>] Siegfried Lehrl im Interview (2000)<\/p><p>[7]\u00a0Deci und Ryan (1993): Die Selbstbestimmungstheorie der Motivation und ihre Bedeutung f\u00fcr die P\u00e4dagogik. Zeitschrift f\u00fcr P\u00e4dagogik, Heft 2<\/p>","_et_gb_content_width":"","inline_featured_image":false,"footnotes":""},"categories":[63],"tags":[],"class_list":["post-2248","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-lerntipps","et-has-post-format-content","et_post_format-et-post-format-standard"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v26.9 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Mindset - die Psychologie des Lernens und Lehrens - phase6 Magazin<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Welchen Einfluss haben unsere Gedanken auf unsere zuk\u00fcnftigen Ziele und Erfolge? 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