Wann setzt man ein Komma? Besonders beim Schreiben von Aufsätzen oder wichtigen E-Mails stellen wir uns Fragen zu Kommaregeln: Kommt vor sowie ein Komma? Muss ich immer ein Komma vor aber setzen? Und wie sieht es aus mit dem Komma vor und?

Die deutsche Grammatik, Rechtschreibung und Zeichensetzung ist manchmal gar nicht so leicht. Deshalb haben wir für dich die wichtigsten Kommaregeln in vier Schritten zusammengefasst und mit verständlichen Beispielen ausgestattet. So wirst du beim nächsten Aufsatz sicher jedes Komma richtig setzen!

Kommasetzung lernen – zu komplex?

Die richtige Kommasetzung ist für viele Menschen ein Buch mit sieben Siegeln.

Kommasetzung - what?

Kommafehler kommen nicht nur in Aufsätzen von Schülerinnen und Schülern vor, sie ziehen sich durch alle Altersklassen und Milieus. Ein beliebter Fehler, den wir alle kennen: E-Mails, in welchen fälschlicherweise ein Komma nach der Grußformel gesetzt wurde.

Im Falle der Grußformel geht durch den Fehler der Sinn des Satzes nicht verloren, aber beim Vergleich zwischen „Heute kochen wir, Oma“ und „Heute kochen wir Oma“ merkt man, dass ein (fehlendes) Komma den Sinn eines Satzes völlig verändern kann. Ja, im Falle der Oma sogar über Leben und Tod entscheidet. Und trotzdem tun wir uns oft schwer mit den Regeln der Kommasetzung. Das soll sich nun ändern!

Die 4 wichtigsten Kommaregeln im Deutschen

Unglaublich, aber wahr: Im Wesentlichen gibt es in der deutschen Sprache nur drei grundlegende Kommapositionen im Satz, das heißt, drei Situationen, in welchen ein Komma gesetzt werden muss:

  1. Komma bei Satztrennungen
  2. Komma bei Hervorhebungen oder Herausstellungen
  3. Komma bei Aufzählungen

Angesichts dieser kurzen Auflistung ist es schon verwunderlich, warum die Entscheidung über die richtige Position dieses Satzzeichens oft so schwer fällt – sieht doch gar nicht so komplex aus! 

Aber Vorsicht: Der erste Fall (das Komma bei Satzgrenzen) hat es in sich! Da die Regeln hierzu etwas komplexer sind und mehr dahinter steckt als die bloße Abgrenzung von Haupt- und Nebensätzen, gibt es in diesem Beitrag nicht nur drei, sondern vier Faustregeln für die richtige Kommasetzung. Das Komma bei Satzgrenzen wird in zwei separaten Punkten behandelt, um es leichter verständlich zu machen.

1. Komma bei Satzgrenzen

Die meisten Kommas (oder Kommata, beides ist richtig) werden benutzt, um Satzteile zu trennen. Entweder, um zwei Hauptsätze innerhalb eines Satzes zu trennen oder um Haupt- und Nebensätze voneinander abzugrenzen. 

Ob eine Wortgruppe als “Satz” gilt, erkennst du immer daran, dass die Gruppe ein gebeugtes Verb (auch: “finites” oder “konjugiertes” Verb) enthält. In einem Hauptsatz steht das gebeugte Verb an zweiter Stelle, während es im Nebensatz am Ende steht. Wenn ein Satz also zwei gebeugte Verben enthält, weißt du, dass du ein Komma brauchst. Und durch die Verbposition kannst du herausfinden, welches der Haupt- und welches der Nebensatz ist. 

Hier ein Beispiel: 

2. Komma bei Nebensätzen 

Ein Komma wird also unter anderem benötigt, um einen Hauptsatz von einem Nebensatz zu trennen. Den Nebensatz erkennst du wie erwähnt daran, dass das gebeugte Verb am Ende des Satzes steht. 

Aber wo genau muss das Komma nun gesetzt werden, wo fängt der Nebensatz an? Dazu müssen wir uns ansehen, durch welche Wortarten Nebensätze eingeleitet werden. Kommt eine der folgenden Wortbausteine (Konjunktionen, Infinitiv-Gruppen etc.) in einem Satz vor, weißt du, dass du ein Komma vor diese Wortart setzen musst. 

Der Merksatz könnte also einfach lauten: Vor einem Nebensatz kommt immer ein Komma. Ist es ein eingeschobener Nebensatz, wird er auch mit einem Komma abgeschlossen. 

Wenn du genaueres erfahren willst, lies die nächsten Abschnitte. Die folgenden Wortarten leiten Nebensätze ein und sind als Komma-Marker zu verstehen:

Komma vor Subjunktionen

Subjunktionen leiten untergeordnete Sätze ein, also Nebensätze (sub = unter). Darin besteht der große Unterschied zu Konjunktionen, welche Hauptsätze mit weiteren Hauptsätzen verbinden, also mit gleichwertigen Satzteilen. Aber dazu mehr im nächsten Punkt… 

Gängige Subjunktionen sind: dass, weil, als, während, wenn, obwohl, außer, indem, bevor, nachdem, um, ob, etc.. Hier ein paar Beispiele von Sätzen, deren Nebensätze durch Subjunktionen eingeleitet werden: 

Ich lese, dass das Seminar früher beginnt

Ich frage, ob das Seminar früher beginnt

Ich muss mich beeilen, weil das Seminar früher beginnt

Ich beeile mich nicht, obwohl das Seminar früher beginnt.

Komma vor Konjunktionen

Wie oben erwähnt, dürften die Konjunktionen streng genommen gar nicht unter diesem Punkt aufgeführt werden, da sie keine Nebensätze einleiten, sondern gleichwertige Hauptsätze miteinander verbinden. Allerdings ist es für den strukturierten Lernprozess gar nicht schlecht, Konjunktionen im direkten Vergleich zu Subjunktionen abzuspeichern. 

Konjunktionen leiten Hauptsätze ein, unter anderem mit diesen Worten: denn, aber, allerdings, beziehungsweise, doch, außer, andererseits, ansonsten, also, deshalb, folglich, sodass, sondern…

Um den Unterschied zwischen Sub- und Konjunktionen besser zu verstehen, orientieren wir uns hier an den Beispielsätzen von oben und ersetzen die Subjunktionen durch Konjunktionen:

Ich bin pünktlich, doch das Seminar beginnt früher. 

Ich bin pünktlich, aber das Seminar beginnt heute früher. 

Ich muss mich beeilen, denn das Seminar beginnt früher als gedacht. 

Ich bin zu spät, beziehungsweise das Seminar beginnt früher.

Du siehst: Das konjugierte Verb steht bei Sätzen, die durch Konjunktionen eingeleitet werden, nicht ganz am Satzende, so wie es bei Subjunktionen der Fall ist. 

Auch und, sowie und oder sind Konjunktionen, die zwei Hauptsätze miteinander verbinden. Allerdings lautet hier die Grundregel: kein Komma vor und, sowie und oder. Nur in wenigen Ausnahmen wird vor diesen Wörtern ein Komma gesetzt, nämlich:

  • Bei eingeschobenen Nebensätzen: 

Lotte, die viel trainiert hat, sowie Tom sind beide sehr aufgeregt.

  • Nach wörtlicher Rede: 

Er sagte: “Das geht dich nichts an!”, und verließ den Raum.

  • Bei Hervorhebungen und Nachträgen:

Wir essen heute Pizza, oder Papa?

Dazu erfährst du im Verlauf des Artikels noch mehr. 

Komma vor Fragewörtern

Werden Nebensätze durch Fragewörter eingeleitet (wer, wann, was, wie, wo, wohin, warum, weshalb), muss ein Komma vor das Fragewort gesetzt werden. Beispielsätze könnten so lauten:

Ich lese, wann das Fest beginnt.

Ich frage mich, wo der Vortrag stattfindet.

Ich weiß nicht, wer die Rede hält.

Ich schaue, wem ich helfen kann.

Ich überlege, wen ich benachrichtigen muss.

Komma vor Infinitivgruppen

Mit Infinitivgruppen sind Wortkombinationen aus “zu” und einem Verb in der Grundform (Infinitiv) gemeint. Diese Wortbausteine nennt man auch “zu-Infinitive”. Wenn so ein “zu-Infinitiv” in einem Satz vorkommt, muss ein Komma gesetzt werden. Auch, obwohl keine zwei finiten Verben im Satz enthalten sind, denn Infinitivgruppen gelten als sogenannte nebensatzwertige Wortgruppen und verlangen somit immer ein Komma.

Hier ein paar Beispielsätze:

Sie plant, den Sommer am Meer zu verbringen

Er versprach, ihm zu helfen.

Wir versuchen, uns zu vermeiden.

Es gilt, sich anzustrengen

Ich habe keine Lust, aufzustehen.

Komma vor Relativsätzen bzw. Relativpronomen

Nebensätze, die durch Relativpronomen und -adverbien eingeleitet werden, nennt man Relativsätze. Klingt zunächst plausibel, aber was genau bedeutet in diesem Fall “relativ”? Wenn wir sagen “das ist relativ” meinen wir, dass ein bestimmter Sachverhalt (zum Beispiel der Aggregatzustand von Wasser) immer im Verhältnis – also immer in Relation – zum Kontext zu betrachten ist (hier: zur Temperatur). Zu sagen: “Wasser ist flüssig”, ist relativ. Je nach Temperatur kann es auch fest oder gasförmig sein. 

Ein Relativsatz steht also immer im Verhältnis zu einem Sachverhalt, der im Hauptsatz bereits angekündigt wurde und kann diesen Hauptsatz mit zusätzlichen Informationen ergänzen. 

Um es konkreter zu machen, hier ein paar Beispiele: 

Ich lese den Roman, den ich gestern gekauft habe

Das ist die Kollegin, die neu im Team ist.

Er macht immer das, was ihm am meisten Spaß macht

Dort, wo er früher gewohnt hatte, ist es schöner.

Relativsätze werden durch folgende Relativpronomen eingeleitet: der, die, das, den, dessen, deren, welcher, welche, welches, welchem, welchen und verlangen immer ein Komma.

Komma bei uneingeleiteten Nebensätzen

Nun kennst du alle Nebensatz-Einleiter und weißt, dass die oben genannten Wortbausteine als Kommamerkmale zu verstehen sind. Es gibt aber auch Nebensätze, die nicht durch einen dieser Wortbausteine eingeleitet werden. Diese Nebensatzart nennt man “uneingeleitete Nebensätze”. Ein Beispiel:

Er behauptet, er habe nichts gesehen. (indirekte Rede) 

      → vgl. zum eingeleiteten Nebensatz: Er behauptet, dass er nichts gesehen hat.

Kommt er, geht sie. (Konditionalsatz) 

      → vgl. zum eingeleiteten Nebensatz: Wenn er kommt, geht sie.

3. Komma bei Herausstellungen

Wir nutzen Kommata im Deutschen nicht nur, um Sätze oder Satzteile voneinander zu trennen bzw. zu verbinden, sondern auch, um bestimmte Inhalte im Satz hervorzuheben. 

Das Komma wird dann gesetzt, um eine kleine (Atem-)Pause für die Lesenden zu signalisieren. Es wird beispielsweise hinter Gefühlsausrufen (Interjektionen) wie “ach”, “oh”, oder “wow” verlangt. Hier ein paar Beispielsätze für verschiedene Hervorhebungen: 

Linksversetzung: Die Helga, die habe ich noch nie gemocht. 

Rechtsversetzung: Ich mag ihn, den Peter. 

Freies Thema: Apropos Bücher, ich habe noch eins von dir. 

Interjektionen: Ach, das weiß ich nicht. 

Vokative: Jule, komm jetzt. 

Nachtrag: Oskar ist im Urlaub, und zwar in Berlin. 

Augmente: Wir gehen doch ins Kino, oder?

4. Komma bei Aufzählungen

Bei der Aufzählung von Satzgliedern muss zwischen jedes gleichwertige Satzglied ein Komma gesetzt werden. Gleichwertig bedeutet hier, dass die Satzteile sich nicht erklärend aufeinander beziehen. Was das genau bedeutet, wird nach dem zweiten Beispiel deutlich. Ein Beispiel für eine Aufzählung mit gleichwertigen Satzgliedern

Zu seinem Geburtstag lud er Svenja, Lisa, Peter und Martin ein.

Sie kaufen Äpfel, Birnen sowie Tomaten. 

Er lachte, weinte, seufzte und schniefte vor sich hin. 

Sie kaufen Gemüse, bringen es nach Hause und machen einen Salat.

Der letzte Teil der Aufzählung braucht kein Komma, denn ein Komma vor und oder ein Komma vor sowie ist für gewöhnlich nicht nötig, wie du bereits erfahren hast. Beispiele für Aufzählungen mit nicht gleichrangigen Satzgliedern sind: 

Er berichtete von den jüngsten politischen Entwicklungen. 

Was ist das kleinste gemeinsame Vielfache?

Das ist der beste grüne Tee, den ich je getrunken habe!

Hier braucht es kein Komma, da das vordere Adjektiv die folgende Wortkombination erklärt. Als Test kannst du „und“ einsetzen: Der Satz „Die jüngsten und politischen Entwicklungen“ ergibt keinen Sinn, da sich “jüngsten” auf “politischen” bezieht, also wird kein Komma gesetzt. Wenn kein “und” zwischen die Wörter passt, ist es in dem Sinne nicht als Aufzählung zu werden. 

Ein Komma zwischen Adjektiven, die sich aufeinander beziehen, wird also nicht verlangt.

Besonderheiten

Die restlichen Kommaregeln behandeln in erster Linie spezielle Situationen, die wir hier kurz auflisten:

Komma bei Orts- und Zeitangaben

Angaben von Ort, Zeit und Literaturangaben werden durch Kommas getrennt. 

Beispiel: 

Die Party ist in Hamburg, Zollstraße 50, 4. Etage.   

Mein Geburtstag ist am Donnerstag, den 16.05.. 

Komma bei Anreden und Ausrufen

Anreden und Ausrufe ziehen immer ein Komma mit sich. Das Komma steht nach dem Empfindungswort, wenn es besonders betont wird (siehe Komma bei Herausstellungen).

Beispiel:

Thomas, bitte gib mir den Hammer. (Anrede)

Verflixt, mir ist meine Tasse runtergefallen. (Ausruf)

Komma bei wörtlicher Rede

Wenn nach einer wörtlichen Rede ein (übergeordneter) Satz folgt, muss nach den Anführungszeichen ein Komma stehen.

Beispiel:

„Es war wirklich spitze auf Klassenfahrt!“, erzählte er freudestrahlend. 

Kommasetzung - Illustration Katze

 

FAQ: Antworten auf die häufigsten Kommafragen

Kommasetzung - Die häufigsten Fragen und Antworten auf einen Blick
Komma vor sowie?

Nein, ein Komma vor sowie ist nicht obligatorisch, wird also grundsätzlich nicht verlangt. Es gibt aber eine Ausnahme: Dass vor sowie ein Komma gesetzt werden muss, weißt du, wenn direkt vorher ein eingeschobener Nebensatz endet. Das Komma gehört somit zum Rahmen des eingeschobenen Nebensatzes und hat nicht direkt etwas mit dem Wort sowie zu tun. 

Beispiel:

“Hunde, die ein weiches Fell haben, sowie Katzen mag ich gerne.”

Vergleich:

Hunde sowie Katzen mag ich gerne.”

Komma vor und?

Mit dem Komma vor und verhält es sich ähnlich wie mit dem Komma vor sowie: Es muss grundsätzlich kein Komma gesetzt werden, jedoch gibt es Ausnahmen. 

Es braucht ein Komma bei eingeschobenen Nebensätzen, wie beim Komma vor sowie. Zusätzlich muss ein Komma nach wörtlicher Rede gesetzt werden und zu guter letzt wird ein Komma bei Hervorhebungen und Betonungspausen verlangt.

Komma vor oder?

Für das Komma vor oder gelten dieselben Regeln wie für das Komma vor und.

Komma vor um?

Wenn das Wörtchen um einen Nebensatz einleitet, wird immer ein Komma gesetzt. Das ist meist auch an der damit verbundenen Infinitivgruppe (“zu-Infinitiv”) erkennbar (siehe Komma bei Infinitivgruppen).

Beispiel:

Er öffnet das Fenster, um zu lüften.

Kein Komma wird verlangt, wenn wir beispielsweise sagen: “Wir treffen uns um 18:00 Uhr” oder “Ich gehe eine Runde um den Block”.

Komma vor aber?

Auch vor aber muss immer ein Komma gesetzt werden, wenn das Wort einen Nebensatz einleitet bzw. zwei Hauptsätze miteinander verbindet (siehe Komma bei Konjunktionen).

Beispiel:

Es ist schön, aber (es ist mir) zu teuer.

Ich habe es gelesen, aber ich kann mich nicht erinnern. 

Kein Komma wird gesetzt, wenn das Wort mitten im Satz vorkommt oder am Satzanfang steht.

Beispiel:

Das ist mir aber wichtig!

Aber wohin willst du denn verreisen?

Komma vor ob?

Wenn ob einen Nebensatz einleitet, wird ebenfalls immer ein Komma benötigt (siehe Komma bei Subjunktionen).

Beispiel:

Weißt du, ob der Kurs heute stattfindet?

Ich bin nicht sicher, ob es die richtige Größe hat. 

Komma vor sondern?

Diese Regel ist einfach: Vor sondern wird immer ein Komma gesetzt. Das gilt auch für Satzstrukturen wie “Nicht nur …, sondern auch …”. 

Beispiel:

Es ist nicht deine Schuld, sondern meine.

Nicht nur das Essen ist kalt geworden, sondern auch das Wetter.

Komma vor als?

Ein Komma bei als wird gesetzt, wenn als einen Nebensatz einleitet (siehe Komma bei Subjunktionen). Den Nebensatz erkennst du daran, dass das finite Verb am Ende des Satzes steht.

Beispiel:

Es war viel schöner, als ich es in Erinnerung hatte.

Du bist größer, als ich dachte.

Meine Oma ist stärker, als du denkst.

Kein Komma wird gebraucht, wenn ein Vergleich mit als produziert wird. In diesem Fall steht auch kein Verb am Satzende.

Beispiel:

Es war viel schöner als in meiner Erinnerung.

Du bist größer als ich.

Meine Oma ist stärker als du.

Ebenso braucht es kein Komma bei Satzkonstruktionen wie “Sowohl … als auch”. Ein Komma vor als auch wird nie verlangt.

Beispiel:

Sowohl Tom als auch Annika haben eine Freundin mit roten Haaren.

Sowohl du als auch ich sind müde.

Komma vor wenn?

Hier wird grundsätzlich immer ein Komma gesetzt, da wenn als Subjunktion für gewöhnlich Nebensätze einleitet.

Beispiel:

Ich finde es schön, wenn du mich besuchst.

Lass uns spazieren gehen, wenn die Sonne scheint. 

Das Komma kann bei formellen Einschüben auch weggelassen werden – je nach Belieben.

Beispiel:

Mach [,] wenn nötig [,] eine Pause.

Ich mache eine Pause [,] wenn gewünscht.

Komma vor wie?

Ob das Wörtchen wie ein Komma verlangt, ist abhängig von seiner Funktion im Satz. Mal wird es verlangt, mal ist es den Schreibenden freigestellt.

In diesen Fällen MUSS ein Komma gesetzt werden:

Ein Komma vor wie wird verlangt, wenn es als Fragewort fungiert und einen Nebensatz einleitet (siehe Komma bei Fragewörtern).

Beispiel:

Weißt du, wie ich heiße?

Ich frage mich, wie das möglich ist.

Wird es als Relativpronomen verwendet, gelten die gleichen Regeln wie für das Komma bei Relativsätzen: Es muss ein Komma gesetzt werden.

Beispiel:

Das ist genau so, wie ich es mir vorgestellt habe.

In diesen Fällen KANN ein Komma gesetzt werden:

Ein Komma vor wie zum Beispiel kann fakultativ gesetzt werden – je nach Gusto. Wenn allerdings ein Komma davor gesetzt wird, muss auch eins danach gesetzt werden, sodass ein eingeschobene Nebensatz entsteht.

Beispiel:

In einer Großstadt, wie zum Beispiel London, leben viele Menschen.

In einer Großstadt wie zum Beispiel London leben viele Menschen.

Auch bei assoziativen Einschüben kann das Komma ebenfalls gesetzt oder weggelassen werden.

Beispiel:

Er hat, wie zu erwarten, abgesagt.

Er hat wie zu erwarten abgesagt.

Wird das Wort wie in einem Satz wie und oder sowie verwendet, gelten auch die gleichen Regeln und Ausnahmen wie für das Komma bei und und sowie. Bedeutet: Ein Komma wird nicht obligatorisch gesetzt, aber es gibt Ausnahmen (siehe oben).

Beispiel:

Er baute Äpfel an wie Kartoffeln und Salat.

Er baute Äpfel an, die saftig schmeckten, wie Kartoffeln und Salat. (Ausnahme: eingeschobener Nebensatz)

Die besten Übungsmöglichkeiten

Diese Regeln und Sonderfälle haben dir hoffentlich schon viel mit auf den Weg gegeben. Jetzt kennst du die wichtigsten Kommaregeln. Deutsch weist eine recht komplexe grammatikalische Struktur auf, aber es gibt auch Sprachen, die weitaus komplexer aufgebaut sind, wie beispielsweise Isländisch oder Japanisch

Möchtest du mehr über weitere Aspekte der deutschen Grammatik erfahren, sieh dir auch unseren Artikel zu den vier Fällen im Deutschen an!

Kommaregeln - it's lit

Die einzige Möglichkeit, einen richtig sicheren Umgang mit Kommata zu entwickeln, ist das wiederholte Üben. Zum Beispiel lässt sich so ein spezifisches Lernthema individuell mit einer Online-Lernplattform wie scoyo trainieren, da dort genau das gelernt werden kann, was noch nicht ganz so gut klappt. Ausgewählte Gamification-Elemente sorgen für die notwendige Motivation beim Lernen. 

Beim nächsten Text wirst du bestimmt jedes Komma richtig setzen!