Wie du digitale Medien für deinen Lernerfolg optimal nutzen kannst

Frontalunterricht alleine war gestern. Heute können wir immer mehr selbst bestimmen, wie wir Wissen aufnehmen und verinnerlichen wollen. Hier zeigen wir dir, wie du deinen Lernalltag flexibel und abwechslungsreich durch E-Learning gestalten kannst.

Clever lernen

Wissensvermittlung war für eine viel zu lange Zeit eine ziemlich einseitige Geschichte. Immer deutlicher merken wir, dass uns Frontalunterricht oft langweilt, weil wir den ganzen Tag eher interaktiv unterwegs sind. Hinzu kommt, dass eigentlich ständig andere für uns entschieden haben, wann wir was lernen sollen und wie. Natürlich ist das durch schulische Vorgaben zum großen Teil heute immer noch so, doch unsere Generation hat glücklicherweise die Möglichkeit, sich das „Wie“ und immer häufiger auch das „Wann“ selbst aussuchen zu können.

Doch da beginnt für die meisten von uns bereits die Schwierigkeit: Wann und wie lerne ich eigentlich am besten, ohne dass mir mein innerer Schweinehund in die Quere kommt?

Wann

Um dir einen Überblick über den zu lernenden Stoff und die dir zur Verfügung stehende Zeit zu verschaffen, ist es wichtig, dass du dir einen Wochenplan erstellst. Hierfür teilst du den vermeintlichen Berg an Prüfungsstoff in bekömmliche Häppchen und verteilst sie auf die freien Zeitfenster, die du zuvor in deinem Plan markiert hast. Keine Sorge, diese musst du nicht komplett in rot mit „LERNEN!“ etikettieren, hier geht es in erster Linie darum, deine Möglichkeiten zu erkennen. Ganz wichtig: Plane Pausen mit ein, damit du das Wissen verarbeiten kannst und nicht die Lust verlierst. Nach 30, allerspätestens 90 Minuten braucht dein Gehirn eine kurze Regenerationszeit. Im Internet kannst du dir übrigens problemlos eine Vorlage für einen Wochenplan herunterladen und bequem ausdrucken.

Tipp: Die 10-Minuten-Regel

Nimm dir zunächst vor, dich nur 10 Minuten an deine Aufgabe zu setzen. 10 Minuten wirken nicht erdrückend und meist ist es so, dass du nach dieser Zeit schon deinen Einstieg in das Thema gefunden hast und von ganz alleine weitermachen möchtest. Ist das nicht der Fall, brauchst du dich nicht über dich zu ärgern – schließlich wolltest du nur 10 Minuten lernen. Versuche es einfach etwas später noch einmal.

Wie

Bestimmt ist dir schon aufgefallen, welche Lernatmosphäre für dich die beste ist. Ob zu Hause am Küchentisch, während Papa die Spülmaschine einräumt, mit Freunden zusammen in einem Café oder Park oder doch alleine und mit viel Ruhe in einer Bibliothek – Das Wesentliche ist, dass du dich wohl fühlst.

Zu Hause könnte dir beispielsweise eine Duftkerze auf dem Schreibtisch das Lernen versüßen, eingeplante Belohnungen steigern die Motivation und zur besseren Konzentration gibt es auf verschiedenen Internetplattformen sogar speziell komponierte Musik, die dein Gehirn anregen.

Doch auch die Mischung macht’s! Abwechslung kann dir helfen, aus deinem Lernprozess dein persönliches, ganz eigenes Projekt zu gestalten und den Spaß am Lernen nicht zu verlieren. Gleiches gilt für die Medien, die du dazu verwendest. Immer nur das Schulbuch aufschlagen und gerade herunterlesen zu müssen, das kann auf Dauer sehr eintönig und langweilig werden.

Inzwischen gibt es dagegen im Internet unzählige Lernplattformen, Online-Wissensspiele, Nachhilfeportale und Video-Tutorials, die deinen Lernalltag erleichtern und deinen individuellen Lernprozess effektiv unterstützen können. Tatsächlich kommen hier alle Lerntypen auf ihre Kosten: der audiovisuelle Typ ist mit Lernvideos sehr gut bedient, für die visuellen Lerner eignen sich klassische Wissenschaftsportale und die Hörer unter uns (auditive Lerntypen) können sich ihr Wissen durch verschiedenste Radiomitschnitte oder speziell aufbereitete Audiodateien aneignen.

Das Wichtigste ist, Gelerntes immer und immer wieder zu wiederholen und dafür ist abwechslungsreiches, multimediales Lernen genau das Richtige.

E-Learning

Durch das Internet haben wir Zugriff auf eigentlich alle Informationen, für die man sich nur interessieren kann. Damit hat sich auch ein neues Feld zur Wissensaufnahme eröffnet: das E-Learning. E-Learning ist die Abkürzung für das englische Wort „electronic Learning“ (elektronisches Lernen) und umfasst alle Lernmethoden, die mit digitalen Medien abgedeckt werden.

BILD

Die handlichste und flexibelste Form des E-Learning bieten dir Lern-Apps, die du mit einem PC, Tablet oder Smartphone nutzen kannst. Vor allem für den Fremdsprachenunterricht ist zusätzliches interaktives Lernen mit einer Vokabel-App die beste Möglichkeit, dein Wissen zu testen und zu vertiefen. Vokabel-Apps funktionieren nach dem Karteikarten-Prinzip und sind so programmiert, dass sie sich deinem Wissensstand schnell anpassen und dir so genau die Unterstützung geben, die du beim Lernen benötigst.

Vom Karteikasten zur Vokabel-App

Ob du gerade mit deinem Handy an der Bushaltestelle stehst, mit deinem Tablet in der Pause sitzt oder gemütlich daheim am Rechner, überall lässt sich das Lernen mit einer Lernkarten-App in deinen Alltag integrieren.

Damit du eine neue Sprache nicht nur für die Schule, sondern für dein ganzes Leben lernst, ist es wichtig, dass sich die Vokabeln in deinem Langzeitgedächtnis verankern. Das Karteikartensystem funktioniert hier deshalb so gut, weil dein Gehirn durch die regelmäßigen Wiederholungen sozusagen „Trampelpfade“ zwischen den Nervenzellen bildet, die dann – genau wie im Park um die Ecke – bestehen bleiben, auch wenn man sie eine Zeit lang nicht benutzt.

Das Gehirn filtert jeden Tag im Alleingang unvorstellbar viele Informationen, doch nur wenige davon schaffen es in die Kategorie „wichtig“ und legen sich in deinem Langzeitgedächtnis ab. Ein „Das muss ich mir merken!“ oder der vermeintliche Trick mit dem Englischbuch unter dem Kopfkissen überzeugen deine grauen Zellen leider keineswegs. Wenn du aber durch regelmäßiges Wiederholen lernst, entscheidest du damit selbst, was dir wichtig ist (ob nun für die Schule oder das Leben ist natürlich dir überlassen).

Das Karteikarten-Lernsystem wurde vom deutschen Publizisten Sebastian Leitner erfunden, der es 1972 erstmals in seinem Buch „Lernen lernen“ vorstellte.

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Seitdem sind einige Jahre vergangen, und doch hat sich das System so sehr bewährt, dass es nun auch Einzug in unser digitales Zeitalter hält. Durch die Entwicklung von Karteikarten-Apps hast du heute die Möglichkeit, bequem, überall und zu jeder Zeit dein Wissen zu trainieren.

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Die Vokabel-Apps sind auf deine Lernbedürfnisse und auf deinen Wissensstand abgestimmt, individuelles Lernen kann für dich so ganz einfach stattfinden, ohne dass du dafür von einer weiteren Person abhängig bist. Die Systeme selbst lernen schnell, welche Vokabeln du schon sehr gut verinnerlicht hast und welche noch weitere Wiederholungen benötigen. So ersparst du dir viel Zeit, indem bereits gelernte Vokabeln herausgefiltert werden und du dich auf die Wörter, die dir noch Schwierigkeiten bereiten, konzentrieren kannst.

Die Vokabel-App von phase6 bietet dir darüber hinaus übrigens zusätzlich den Vorteil, dass die Lerninhalte mit denen deiner Schulbücher übereinstimmen. So brauchst du dich nicht durch ewiges manuelles Eintippen der Vokabeln aufhalten lassen, sondern kannst ganz bequem direkt mit dem Lernmaterial aus dem aktuellen Kapitel deines Lehrbuchs starten. Weiteres dazu und wie genau die phase6 Vokabel-App dich bei deinem persönlichen Lernprozess unterstützen kann, erfährst du auf der Website von phase6.

Noch ein Tipp zum Schluss

Am besten ist es, du legst die Lern-App direkt auf deinem Startbildschirm ab, damit du sie wie dein Lieblingsspiel immer sofort präsent im Blickfeld hast, sobald du deinen PC oder das Smartphone oder Tablet einschaltest. So kannst du dich selber herausfordern und vielleicht wird deine Lernkarten-App zu deinem neuen „Lieblingsspiel“. Schnelle Erfolge sind jedenfalls garantiert!