I love you, je t’aime, te amo Der Ausdruck „Ich liebe dich“  ist in allen Sprachen zu finden. Und so einheitlich seine semantische Ebene sein mag, so unterschiedlich ist doch die Syntax. Wir haben für dich die Übersetzungen von „Ich liebe dich“ in verschiedene Sprachen der Welt mit Vertonung zusammengetragen. Außerdem erhältst du weiter unten kleine Anekdoten zu Liebesbräuchen in anderen Kulturen.

„Ich liebe dich“-Übersetzung in andere Sprachen

„Ich liebe dich“ auf  Arabisch

„Ich liebe dich“ auf Chinesisch

„Ich liebe dich“ auf ​Französisch

„Ich liebe dich“ auf Hindi

„Ich liebe dich“ auf Italienisch

„Ich liebe dich“ auf Japanisch

„Ich liebe dich“ auf ​Koreanisch

„Ich liebe dich“ auf Niederländisch

„Ich liebe dich“ auf  ​Norwegisch

„Ich liebe dich“ auf Polnisch

„Ich liebe dich“ auf Portugiesisch

„Ich liebe dich“ auf Russisch

„Ich liebe dich“ auf Schwedisch

„Ich liebe dich“ auf Spanisch

„Ich liebe dich“ auf Türkisch

„Ich liebe dich“ auf Gebärdensprache (Englisch)

Die ILY-Gebärde.

Du siehst, der Ausdruck „Ich liebe dich“ ist in allen Sprachen – selbst in den nonverbalen – enthalten. Und trotz seiner Unterschiedlichkeit drückt er immer dasselbe aus, nämlich die tiefe Zuneigung zu einem anderen Menschen (oder auch zu einem Tier oder gar Objekt). Und so verschieden die Arten sind, Liebe in anderen Ländern sprachlich auszudrücken, so verschieden sind auch die Formen der Zuneigung, welche sich in unterschiedlichen Kulturen durch (diverse) Gesten und Bräuche ausdrücken. Wir haben im Folgenden einige für dich zusammengetragen.

Liebesbräuche in verschiedenen Ländern

Bayern:

In Bayern, dem Freistaat im Süden Deutschlands, wird jedes Jahr das mittlerweile in der ganzen Welt bekannte Oktoberfest gefeiert. Und auch für dich wird das sicherlich keine neue Information sein. Aber wusstest du schon, dass das erste Oktoberfest eigentlich eine Hochzeitsfeier war? Anlässlich der Trauung des Kronprinzen Ludwig von Bayern und der Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen fand am 17. Oktober 1810 auf der heutigen Theresienwiese ein großes Pferderennen statt und da das Fest hoch frequentierten Zuspruch in der Bevölkerung erreichte, wurde es auch im darauffolgendem Jahr veranstaltet und in dem darauf und in dem darauf…

So geschah es, dass sich die Wies’n zu einer festen Institution mauserten und seit je her einen geeigneten Ort für den ein oder anderen Flirt bieten. Der Maß Bier als soziales Schmiermittel sei Dank! Um als Mann die Gefahr zu minimieren, einen Korb von der Angebeteten zu kassieren, lohnt es sich, genau darauf zu achten, in welcher Form sich die entsprechende Dame ihre Dirndl-Schürze gebunden hat: Wurde die Schürze auf der linken Seite geschnürt, so bedeutet dies, dass die Frau Single (beziehungsweise unverheiratet) ist, eine Schleife auf der rechten Seite sagt aus, dass die Frau bereits in festen Händen oder gar verheiratet ist und trägt eine Dame die Schleife mittig, so ist sie noch jungfräulich (kann aber auch als „Single“ interpretiert werden, wenn die Alternative „verheiratet“ wäre).

Ist die Schleife von vorne nicht sichtbar und befindet sich am Rücken, so drückt das den Status „verwitwet“ aus. 

Italien:

Du wirst es sicher schon einmal gesehen haben, denn dieser Brauch hat zwar in Italien seinen Ursprung, ist aber mittlerweile auf der ganzen Welt zu finden: Zwei Liebende treffen einander auf einer Brücke, unter welcher ein Gewässer liegt. Am Geländer der Brücke wird ein Schloss befestigt, in dessen Gehäuse die Namen des Paares sowie das Datum des entsprechenden Tages oder das Datum des Kennenlernens/der Hochzeit etc. eingraviert wurde. Danach wird der Schlüssel ins Wasser geworfen. Dieser Brauch soll dem Paar Glück und ewig währende Liebe bescheren. 

Wales:

In diesem Teil des Vereinigten Königreichs ist es Tradition, sogenannte „Lovespoons“ zu verschenken. Bei jenen handelt es sich um aus Holz geschnitzte und aufwändig verzierte Löffel, die ursprünglich Jungfrauen von ihren Verehrern und (bestenfalls) zukünftigen Ehemännern geschenkt wurden. Der Grund dafür war jedoch nicht, die Dame des Herzens zu beeindrucken, sondern ihrem Vater zu zeigen, dass der junge Mann handwerkliches Geschick besitzt und für die Familie sorgen kann. 

Viele unterschiedliche Symbole wurden in die Liebeslöffel eingeschnitzt, welche auch unterschiedliche Bedeutungen tragen. Die gängigsten Symbole waren: ein Hufeisen für Glück, ein Kreuz für Glauben, Herzen für Liebe und Glocken für die anstehende Hochzeit. Ferner steht beispielsweise ein Rad dafür, den geliebten Menschen zu stützen und ein Schloss zeigt, dass der Verehrer bereit ist, seine Geliebte vor anderen zu schützen. Vom Löffel umschlossene Holzkugeln repräsentierten die Anzahl der gewünschten Kinder. Außerdem gab es sehr aufwendige Schnitzereien, wie einzelne ineinandergreifende Kettenglieder. Diese hatten weniger eine symbolische Bedeutung, als dass sie vielmehr das Können des Mannes unter Beweis stellen sollten. 

Heutzutage schnitzt kaum jemand noch die Lovespoons selbst, sie sind eher ein nettes Souvenir geworden, das man sich im Wales-Urlaub kaufen kann und sich dann an die heimische Wand hängt – oder eben einem geliebten Menschen schenkt. Muss ja niemand wissen, dass man es nicht selbst geschnitzt hat. 

Und auch wenn die Lovespoons am ehesten mit der walisischen Tradition in Verbindung gebracht werden, so liegt ihr Ursprung im Keltischen und ist /war daher auch in Ländern wie Norwegen, Irland oder sogar Deutschland zu finden.

Katalonien:

In Katalonien, einer politisch autonomen Gemeinschaft im Nordosten Spaniens, wird am 23. April eines jeden Jahres das Frühlingsfest Diada de Sant Jordi zu Ehren kataloniens Schutzpatrons, dem heiligen Georg, gefeiert. Der Diada de Sant Jordi fusionierte 1931 mit dem Welttag des Buches, dieser wurde zu jener Zeit gerade frisch eingeführt. Zum einen schenken die Männer den Frauen an diesem Tag eine rote Rose, zum anderen sind die Frauen dazu angehalten, ihrem Liebsten ein Buch zu schenken. Die katalanische „Buchlobby“ freut sich: Am 23. April werden in dem Gebiet in und um Barcelona jedes Jahr rund 1,5 Millionen Bücher verkauft. Dies geschieht zu großen Teilen auf der Las Ramblas – der größten Straße Barcelonas – aber auch auf vielen anderen Straßen in der Stadt sind an dem Tag große Büchermärkte.

Neuseeland:

Bei den Maori, einer indigenen Bevölkerungsgruppe Neuseelands, welche knapp 15% der Gesamtbevölkerung des Landes ausmacht, ist es jahrhundertelange Tradition, zu allen möglichen Anlässen einen sogenannten Haka aufzuführen. Als Oberbegriff bezeichnet Haka alle Arten der Maori-Tänze und ist nicht ausschließlich ein Kriegstanz, wofür er aufgrund seiner expressiven und kraftvollen Darbietungsweise oft von Externen gehalten wird. Vielmehr stellt der Haka einen äußeren Ausdruck des Inneren dar und kann als Symphonie eines Orchesters bestehend aus den Gliedmaßen, Zungen, Augen und Stimmen der Beteiligten angesehen werden, welche sowohl zu traurigen Anlässen wie einer Beerdigung, als auch zu fröhlicheren Gelegenheiten wie einer Hochzeit zum Besten gegeben wird.  

Einen Haka muss man einfach einmal gesehen haben! Aus diesem Grund haben wir für dich einen sehr emotionalen Hochzeits-Haka herausgesucht. Achte am Schluss auch einmal darauf, wie die Maori nach dem Tanz den Bräutigam persönlich beglückwünschen!