“Excuse me? Wir haben 2026!”

Vokabeln lernen war noch nie so bequem wie heute: App öffnen, kurz üben, fertig. Kein Karteikarten-Chaos, kein „Wann muss ich das nochmal wiederholen?“. Gute Systeme nehmen dir genau diese Denkarbeit ab – sie planen Wiederholungen so, dass du Wörter wieder siehst, bevor sie ganz verschwinden. (Das Prinzip dahinter heißt Spaced Repetition: verteilt wiederholen statt einmal pauken.)

Trotzdem zeigt die Forschung: Vokabeln lernen mit Stift kann beim Einprägen einen Vorteil bringen, weil du Wortbild, Klang und Bedeutung oft enger miteinander verknüpfst.

Die spannende Frage ist also nicht „App oder Papier?“, sondern: Wie kombinierst du beides, ohne dir extra Arbeit zu machen? Denn ideal wäre ein Workflow, bei dem du die Vokabel einmal mit der Hand festmachst und danach trotzdem den digitalen Komfort fürs Wiederholen behältst.

Vokabeln lernen durch Schreiben lernen: mehr als Abschreiben

Wenn du Vokabeln mit Stift lernst, passiert beim Lernen etwas anderes als beim bloßen Lesen oder Scrollen:

  • Du baust das Wort Buchstabe für Buchstabe auf (statt es nur zu „sehen“).
  • Du zwingst dein Gehirn zu Aufmerksamkeit und Genauigkeit.
  • Du nutzt mehrere Kanäle gleichzeitig: sehen + bewegen + spüren.

Das klingt simpel – ist aber genau der Punkt: Eine Vokabel ist nicht nur „Information“. Sie ist ein Muster (Wortbild), ein Klang (Aussprache) und eine Bedeutung. Handschrift kann helfen, diese drei Teile stärker zu verknüpfen.

Tippen ≠ Schreiben: Was Forschung zu Stift vs. Tastatur zeigt

Jetzt kommt der Teil, der für viele überraschend ist: „Digital lernen“ ist nicht automatisch besser – und Tippen ist kognitiv etwas anderes als Schreiben.

Eine Studie aus 2021 (Frontiers in Human Neuroscience) hat die Teilnehmenden Wörter in einer fremden Sprache lernen lassen – mit drei Methoden:

  • Handschrift mit Ink Pen auf Papier
  • Handschrift mit Digital Pen auf Tablet
  • Tippen mit Tastatur

Das Besondere: Die Forschenden haben nicht nur „Abfragetests“ genutzt, sondern auch ein EEG‑Signal namens N400. Im EEG zeigt sich die N400 als kurzer negativer Ausschlag im Gehirnsignal, der typischerweise etwa 400 Millisekunden nach einem Wort auftaucht. Dieses Signal gilt als Marker für semantische Integration im Gehirn. Also vereinfacht gesagt eine Messgröße dafür, wie gut das Gehirn Bedeutung verarbeitet bzw. wie stark ein Wort schon „andockt“.

Was waren die Ergebnisse?

  • In klassischen Verhaltenstests direkt nach dem Lernen waren Unterschiede nicht immer deutlich.
  • Im EEG zeigte sich aber: Der Lerneffekt (gemessen über den N400‑Effekt) war bei Handschrift tendenziell stärker als beim Tippen – besonders bei Ink Pen vs. Tastatur und (bei Personen, die Digitalpens gewohnt waren) auch bei Digital Pen vs. Tastatur.

Zusätzlich: Eine positive Stimmungskomponente war beim Lernen mit Ink Pen höher als beim Tippen. Das wurde gemessen über eine kurze Selbsteinschätzung, wie wach, energiegeladen und motiviert sich die Teilnehmenden beim Lernen gefühlt haben. 

Das Beste aus zwei Welten: Stift auf Papier, Training in der App

Wenn du bis hierher mitgenickt hast, ist die Lage eigentlich klar: Schreiben kann beim Vokabellernen einen echten Extra-Boost geben – aber im Alltag scheitert’s oft an der Umsetzung. Denn sobald du anfängst, Wörter ins Heft zu schreiben, entsteht schnell ein zweites System neben der App: erst notieren, dann irgendwie übertragen, dann trotzdem wiederholen. Genau an dieser „Bruchstelle“ setzt unsere Kooperation an: phase6 x STABILO – mit einem Kugelschreiber, der deine handgeschriebenen Vokabeln direkt in die App bringt.

Vokabelstift

phase6 x SABILO LUNIS ink

Der STABILO LUNIS ink ist kein „Digital Pen“ im Tablet-Sinn, sondern ein echter Kugelschreiber für Papier – nur eben mit einer Besonderheit: Während du ganz normal schreibst, erkennen Sensoren im Stift deine Handschrift und übertragen das Geschriebene automatisch in die phase6-App. Und hier bekommst du dann direkt Feedback, ob die Vokabel Stift-Version stimmt – und kannst das Wort anschließend wie gewohnt mit der bewährten phase6-Systematik weitertrainieren.

Das ist genau der Punkt, an dem „Vokabeln durch schreiben lernen“ plötzlich wieder alltagstauglich wird: Du machst einmal den handschriftlichen Schritt (Vokabel Stift), behältst aber den digitalen Komfort fürs Wiederholen.

Der smarte Kugelschreiber

Was man über den Stift wissen sollte: Du schreibst auf normalem Papier – egal ob Heft, Karteikarten oder Blanko-Blatt – und verbindest den Stift per Bluetooth mit Smartphone oder Tablet. Danach läuft das Training so, wie du es kennst: Die Vokabel wird vorgegeben, du schreibst sie ab und die App prüft in Echtzeit.

Praktische Details, die im Alltag zählen:

  • Einmaliges Antrainieren: Beim ersten Setup schreibst du einige Wörter/Sätze ab, damit der Stift deine Handschrift besser „lernt“.

  • Ergonomische Griffzone, LED, USB-C aufladbar, nachfüllbar.

  • Zum Start ist der LUNIS ink mit phase6 (Englisch) auf iOS/Android kompatibel; weitere Sprachen folgen.

Wenn du also nach einer Lösung suchst, die Vokabeln lernen mit Stift nicht als Retro-Idee verkauft, sondern als modernes Setup: Das hier ist ziemlich genau die Brücke.