Mit der Zeugnisvergabe Ende Januar endet das erste Schulhalbjahr. Zwar dient das Halbjahreszeugnis meist nur als Bestandsaufnahme, trotzdem kann es für Enttäuschung bei manchen Eltern sorgen, wenn sie der Meinung sind: Das kann mein Kind besser! Dieses steht dann umgehend in der Bringschuld, denn die Halbjahresnoten führen schließlich zur immer selben Frage: Wie können bessere Noten in der Schule erreicht werden? 

Die Gründe hinter den schlechten Noten identifizieren

Wenn sich aufgrund des Zeugnisses Unzufriedenheit breitmacht, gilt es zunächst herauszufinden, woher die schlechten Noten stammen. Diese werden nämlich nicht grundlos vergeben. Trotzdem ist nicht gleich immer die Schülerin oder der Schüler schuld an ihnen. Es ist ganz normal, dass einzelnen Lernenden bestimmte Fächer besser oder schlechter liegen. Daher gilt es, gemeinsam mit den Lehrkräften und den Schülerinnen und Schülern zu erkennen, wo die jeweiligen Stärken und Schwächen liegen, um die Schulnoten darauf aufbauend verbessern zu können.

Elterngespräche führen, um Gründe für schlechte Noten zu identifizieren.

Der bestmögliche Bildungserfolg ist sowohl im Sinne der Eltern, als auch der Lehrerinnen und Lehrer! Elterngespräche können helfen, um die Zusammensetzung der Note nachzuvollziehen. Zudem bietet sich hierbei die Möglichkeit, Defizite aufzuzeigen und Fördermöglichkeiten zu besprechen. Aber auch andere Probleme, wie zum Beispiel im zwischenmenschlichen Bereich, können durch ein solches Elterngespräch offenbart werden. Soziale Differenzen treten in jeder Jahrgangsstufe auf und sind ganz normal. In der Regel haben die verantwortlichen Lehrkräfte einige hilfreiche Tipps parat, die die Entwicklung der Lernenden positiv beeinflussen können. 

So bekommst du bessere Noten in der Schule: Lerntipps

In der Schule geht es in erster Linie um das Lernen von Inhalten und Zusammenhängen. Dabei gibt es keine universell richtige oder falsche Art des Lernens. Vielmehr gilt es, eine für dich wirksame Methode des Lernens zu identifizieren. Das assoziative Lernen, das Lernen mit allen Sinnen, digitale Lernmedien oder Lerntagebücher sind einige Beispiele, welche du ausprobieren kannst. Denn nur wenn du deine Neugierde aufrecht erhältst, bleibst du auch am Ball und hast es somit einfacher, dir neue Lerninhalte zu erschließen.

Um effektiv lernen zu können, ist es nicht nur wichtig zu wissen, welche Lernmethoden dir liegen, sondern auch, welche Inhalte du beherrschen musst. Am besten machst du dir im Vorfeld einen detaillierten Plan. Hierfür zerstückelst du einfach den Stoff, den du lernen musst, in kleine Häppchen. Aus den kleinen Teilbereichen kannst du dir nun einen individuellen Lernplan erstellen, damit du immer ganz genau weißt, was du zu tun hast.[1]

 

Investiere Zeit in Fächer, die sich für dich lohnen!

Die eigenen Stärken und Schwächen zu kennen, ist eine weitere Grundlage für bessere Noten in der Schule. In manchen Fächern müssen komplexe Zusammenhänge verstanden werden, bis es von jetzt auf gleich „Klick“ macht. Wie zum Beispiel in der Mathematik, in der oft große Lerninvestitionen getätigt werden müssen, da die Unterrichtsinhalte der Jahrgangsstufen aufeinander aufbauen. In sprachlichen Fächern, beispielsweise beim Vokabellernen, kann simples Pauken die Lösung zum Erfolg sein. Mit einem Aufwand von ein paar Minuten pro Tag kannst du bereits große Fortschritte machen! Diese Methode des stumpfen Auswendiglernens funktioniert am besten in sich wiederholenden Lernetappen und kann mithilfe von Vokabeltrainer-Apps schnell und einfach organisiert werden.

Ob du dein Englisch verbessern oder dein Spanisch aufpolieren möchtest, steht hierbei zunächst nicht im Vordergrund. “Non scholae, sed vitae discimus!” (Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir), lautet das wohl bekannteste Zitat aus dem Lateinunterricht. Die Motivation, eine Sprache zu lernen und sich mit Menschen anderer Muttersprachen unterhalten zu können, kann zu bemerkenswerten Resultaten führen. Regelmäßiges Üben von Vokabeln und Grammatikregeln sorgt außerdem für kurzfristige Erfolge in den nächsten Klassenarbeiten und Vokabeltests – und am Ende des Schuljahres auch auf dem Zeugnis. 

Mädchen im technikunterricht

Vielleicht weißt du schon, wo es nach dem Ende deiner schulischen Laufbahn für dich hingehen soll. Wenn du eine Karriere im Ingenieurwesen anstrebst, sind technisch-mathematische Fächer für dich möglicherweise von größerem Interesse, als wenn du deine Zukunft eher im sozialen Bereich siehst. Baue das, was du gut kannst, weiter aus und arbeite gezielt an deinen Schwächen, die du in anderen Fächern hast. In der globalisierten Welt, in der wir leben, öffnen Sprachkenntnisse so viele Türen, weswegen sich diese Fächer für alle lohnen. Nicht nur als Notengarant.[2]

Konkrete Tipps zum Sprachenlernen

Je früher du anfängst, eine Fremdsprache zu sprechen, desto besser. Auch, wenn dein Vokabular nicht mal für einen vollständigen Satz reicht. Um dich fließend in einer Fremdsprache ausdrücken zu können, musst du lernen, intuitiv zu sprechen. Viele legen sich einen deutschen Satz zurecht und übersetzen diesen dann Stück für Stück. Aber je früher du anfängst, dich auf der Sprache zu unterhalten, desto eher kannst du sie fühlen!

Um das Sprechen optimal zu trainieren, kannst du mit einer anderen Person ein Sprachtandem bilden und so Dialoge in der entsprechenden Fremdsprache üben. Wenn euch Vokabeln fehlen, versucht sie mit eurem Wortschatz so kreativ wie möglich zu umschreiben. Dies trainiert nicht nur euren Sprachfluss, sondern sorgt gleichzeitig auch für den nötigen Spaß an der Sache! 

Aber übe die Fremdsprache auch, wenn du alleine bist und integriere sie in dein tägliches Leben: Sieh Filme oder Serien, höre Musik oder lies Bücher in der Fremdsprache, die du lernen möchtest. Und von Zeit zu Zeit kannst du auch mal ein Gericht aus Ländern der Zielsprache nachkochen oder im Restaurant auf der jeweiligen Fremdsprache bestellen. 

Aber das wichtigste ist: Hab keine Angst, Fehler zu machen! Lerne aus ihnen und versuche es beim nächsten Mal einfach erneut. Jeder Fehler, den du machst, wird dich deinem Ziel ein Stückchen näher bringen – sowohl in der Schule, als auch im Leben.

Quellen: 

[1] [2]